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muß man feſt im Zaume halten, wenn man jemals mit ihr fertig werden will.“
„Auch ich denke ſo, aber dennoch komme ich nie recht dazu. Lena iſt ein Satan von einem Weib, das darfſt Du glauben; aber im Ganzen, wenn ſie mir nur Brannt⸗ wein herſchafft, ſo bin ich ſchon zufrieden und kann doch immer ſaufen. Der Teufel weiß, wo ſie die Sachen immer nimmt; jedenfalls aber verfluche ich mein Loos: arbeiten und mich abquälen, mich abquälen und arbeiten, ſo geht es in Einem fort. Da iſt das Stehlen doch viel beſſer; das iſt keine ſo ſchwere Arbeit. Jetzt habe ich eine ganze Woche lang auf einer von den alten Schuten des Großhändlers Kelluer Waaren packen geholfen und nicht ein einzigesmal Zeit gehabt, mich zu beſaufen; das iſt doch verdammt hart. Aber heute Mittag, da wollen wir uns einmal wieder die Gurgel ſchmieren.“
„Du ſagteſt vom Stehlen...“
„Allerdings.“
„Erinnerſt Du Dich, als wir das letztemal bei Frau Buchholz waren?“
„Ich habe ein ſchlechtes Gedächtniß, doch vergeſſe ich nicht alles. Ich ärgere mich noch darüber, daß Du den Herrn dort auf der Treppe nur ein bischen gerizt haſt. Es wäre beſſer geweſen, Du hätteſt ihn umgebracht.“
„Davon handelt es ſich jetzt nicht, ſondern von dem
Schmiedslehrling... Du erinnerſt Dich doch noch an
ihn... ich glaube, er hieß Andreas Kullblom oder ſo etwas... erinnerſt Du Dich noch?“
„Nun ja.“
„Wenn wir damals keine Eſel geweſen wären, ſo könnten wir jetzt reiche Männer ſein; denn er ſprach wie ein ganzer Kerl, als er uns rieth, wie wir dieſen
reichen Schlingel aus Amerika drankriegen ſollten. Zum
Teufel auch, wie einfältig, daß wir ihm nicht gehorchten, ſondern ſtatt deſſen auf den hochmüthigen Löwen hörten, der uns doch immer nur cujonirt.“


