Teil eines Werkes 
12. bis 16. Bändchen (1852)
Entstehung
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e fort,daß ich dich auf einen Raub loslaſſen ſoll... die Hundehütte zu klein?

Aber Gonrville gieng bald weiter und trat in ein höchſt nothdürftig möblirtes Zimmer. Auf der einen Seite ſtand ein abgenutzter, alter und zerriſſener Sofa, worauf ſich einiges Bettzeug befand, welchem man an⸗ ſah, zu was es gewöhnlich benützt wurde. Ein paar Stühle, auf denen einige Matroſenkleider lagen, und ein wackeliger Tiſch, worauf ein Spiegel ſtand, bildeten die ganze Ausſtattung des Zimmers. Auf dem Ofen, der aus ungeſchliffenen Ziegelſteinen beſtand, lagen einige Stücke Holz, ſowie etliche umgeworfene Küchengeräth⸗ ſchaften.

Dingo hatte ſein Lager in der Hausflur, wo er an⸗ gebunden war, jedoch mit einer ſo langen Kette, daß er auf den Hof hinaus und auch im Zimmer umhergehen konnte. Als Gourville jetzt dort eintrat, folgte ihm Dingo.

Es ſchien nicht Gourvilles Abſicht zu ſein, lauge an dieſem Ort zu bleiben, weil er ſogleich Mantel und Rock von ſich warf, und die auf den Stühlen liegende See⸗ mannstracht anzuziehen anfieng.

Während er ſich damit beſchäftigte, nahm er an dem Tiſch vor dem Spiegel Platz.

Dingo folgte ihm unaufhörlich mit ſeinen Augen. Bald lag etwas Hingebungsvolles, bald etwas Wildes und Gieriges darin; bald war ſein Ausſehen unterwür⸗ ſig, bald war es drohend.

Gourville hatte ſein Halstuch aufgelöst und abge⸗ nommen.

Dingo richtete ſeine Naſe empor und ſchnüffelte. Wenn man aus dem Ausſehen eines Hundes ſchließen darf, ſo ſchienen entſetzliche Gedanken bei ihm zu er⸗ wachen.

Ddie Augen wurden immer feuriger, die Rückenhaare richteten ſich empor.

vill iſt