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Ein Ausruf der Verwunderung und Ueberraſchung ertönte auf einmal von den Lippen ſämmtlicher An⸗ weſenden.
Die Baronin und Gabriele ſprangen von ihren Plätzen auf.
„Barmherziger Gott,“ dachte Gabriele,„ſollte Paul mein Sohn ſein?“
„Nächende Vorſehung,“ dachte dagegen die Baronin, „wäre er vielleicht mein... mein...“
Sie konnte das Wort nicht über ihre Lippen bringen.
Keine von beiden bemerkte die Gemüthsbewegungen der andern. Sie hatten ihre Gedanken nur für ſich ſelbſt und für Paul.
Franz Kellner war geblendet von der neuen Aus⸗ ſicht, die ſich ihm ſo unvermuthet eröffnete in der nicht undenkbaren Möglichkeit, daß er, wenn er auch zu einem Prozeß gezwungen würde, Eigenthümer des großen, von ſeinem Oheim hinterlaſſenen Vermögens werden könnte. Ddie Hoffnung glänzte in ſeinen Phantaſien, wie eine Sonne über einem Californien.
„Sie geſtehen alſo,“ fuhr Franz fort,„daß Sie blos ein Findelkind ſind?0
„Ich geſtehe es.“
„Gut, mein Herr. Die Folgen davon erklären ſich von ſelbſt, und ich werde die Ehre haben, Sie ſobald als möglich in Geſellſchaft eines Juriſten zu beſuchen.“
„Ich heiße Sie zum Voraus willkommen.“
Eine Viertelſtunde ſpäter hatten Alle den General verlaſſen, jeder mit ſeinen verſchiedenen Eindrücken in Folge deſſen, was vorgefallen war.
Als Paul ſich vom General weg begab, drückte ihm dieſer die Hand:
„Sie ſind ein braver, rechtſchaffener junger Mann,“ ſagte der General zu ihm,„verlaſſen Sie ſich auf mich, ich bleibe immer Ihr⸗Freund.“


