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ſehr ſorgfältige Erziehung gegeben, eines der Kinder ſei, die er unter ſo eigenthümlichen Umſtänden ſelbſt einmal in der Gemeinde Ryd geſehen, und um deren Geburtsſtunde das Volksgerede einen ganzen Cyclus von übernatürlichen Ereigniſſen erſchuf, wie ſogar noch immer ein undurchdringlicher Schleier darüber ruht.“
Je weiter Paul in ſeiner Erzählung kam, um ſo geſpannter wurde das Intereſſe der Anweſenden.
Selbſt Franz Kellner ſchien jetzt ganz Ohr zu ſein. Die Baronin zog ſich zwar zurück, aber auf der unge⸗ wöhnlich bleichen Wange brannte der rothe Flecken immer heller. Gabrielens Bruſt hob ſich ungleich, während ihr Blick unabläſſig auf Paul geheftet war.
Es entſtand eine augenblickliche Pauſe.
Dieſer Augenblick war ſchwül und bedrückend.
Die Aufſchlüſſe, die Paul mitgetheilt, hatten ſich um die Herzen der Auweſenden wie dunkle Wolkenmaſſen geſammelt, aus denen, ſo ahnte man, der beleuchtende Strahl bald hervorſpringen mußte.
„Nachdem ich die Frage bis auf dieſen Punkt ent⸗ wickelt habe,“ begann Paul wieder,„ſo iſt es natürlich, daß die gänzliche Ausmittelung ſehr weſentlich davon abhängt, daß man erfährt, wer dieſe Billete geſchrieben hat; und obſchon die Unterſchriften fehlen, ſo ſollte dieß doch nicht ſo ſchwer ſein, da man aus der Handſchrift die nöthigen Schlüſſe ziehen kann.“
Eiin wunderliches, beunruhigendes Gefühl regte ſich jetzt in Franz Kelluers Bruſt.
Unbewußt richtete er ſich auf.
Sein Blick war umhergeirrt. Die Baronin und Gabriele waren für ihn nicht ſchwer zu durchſchauen. Er blickte bis in die Tiefen ihrer Seelen und las bei der Erſteren Entſetzen, während bei der Letzteren Hoff⸗ nung und Furcht mit einander wechſelten. Er würde kein Bedenken getragen haben, beide ſelbſt zu zermalmen; aber es ärgerte ihn, daß Paul dies thun ſollte. Er be⸗


