Teil eines Werkes 
8. bis 11. Bändchen (1852)
Entstehung
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erwähnten blutigen Cataſtrophe auf Großſmeſtad und Aſen zugetragen hatten. Er las die Billete einmal ums andere, und obſchon ihm der Inhalt dunkel blieb, ſo wurde es ihm doch, als er ihn mit dem loſen und ver⸗ worrenen Bauerngerede zuſammenhielt, das er an Ort und Stelle ſelbſt gehört hatte, immer dentlicher, daß dort eine weit verzweigte Intrigne um die von höchſt ge⸗ heimnißvollen Verhältniſſen umgebenen Wiegen zweier Kinder geſpielt, ſowie daß der Tod des Barons Lander in einer gewiſſen Beziehung dazu geſtanden hatte, wozu er indeß den Schlüſſel ſchlechterdings nicht zu finden vermochte. Dieſe unſichern und zweideutigen Entdeckun⸗ gen wurden indeſſen für ihn die Quelle vieljähriger, be⸗ ſtändig zunehmender Grübeleien. Er fügte Ereigniß zu

Ereigniß, Umſtand zu Umſtand, und da er ſich endlich

auch erinnerte, was in der Geſellſchaft oder dem Orden, dem er hier angehört, ſich zugetragen hatte, ſo glaubte er mit jedem Tage der Wahrheit mehr auf die Spur zu kommen. Gewiſſensqualen und innere Friedloſigkeit ent⸗ ſtanden daraus. Aus einer Bemerkung erwuchs eine andere, aus der einen Frage ging eine neue hervor. Eine Combination folgte unaufhörlich auf die andere. Zuweilen glaubte er die ganze Intrigue vollkommen klar entwickelt zu ſehen, aber im nächſten Augenblick fand er ſich wieder in die dunkelſten Myſterien hineingeworfen. Von ſeinen Erinnerungen gequält, von ſeinen Einbil⸗ dungen gehetzt, von ſeinen eigenen Betrachtungen irre⸗ geführt, wurde er manchmal von einer Verſtandesver⸗ wirrung heimgeſucht, die an Wahnwitz grenzte, und wo⸗ bei er ſich ſelbſt als eine von unerklärten Umſtänden geleitete Urſache, nicht blos von Landers Tod, ſondern auch vom Unglück ſeines Bruders anklagte. Seine Ge⸗ müthskrankheit nahm unaufhörlich zu bis zu ſeiner letzten Stunde, wo er unter dem Einfluß eines gewaltſamen Paroxismus ſogar behauptete, daß das gefundene Kind, das er nach Amerika mitgenommen und dem er eine

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