223
Paul hatte mit Verwunderung das Bittere in Kell⸗ ners Worten gehört, ohne daß ſich jedoch ein einziger Zug an ſeiner Miene veränderte.
Als Kellner verſtummte, betrachtete ihn Paul nur mit einem Blick voll Ruhe und Kälte.
„Sie wollen wiſſen, wo ich hinaus will?“ antwor⸗ tete er gleichwohl auf die letzten Worte.„Sie ſollen es bald erfahren, mein Herr Vetter.“
Die Unterbrechung, die Franz Kellner durch ſeine Bemerkungen veranlaßt, hatte dem Intereſſe der Anwe⸗ ſenden neue Spannkraft gegeben.
„Ich habe zu erwähnen vergeſſen,“ fuhr Paul fort, daß mein Vater ſich als Jäger in der Gegend aufhielt und dadurch Gelegeuheit bekam, da und dort umherzu⸗ ſtreifen. Am Abend, bevor er abzureiſen gedachte, begab er ſich noch einmal mit ſeinen Hunden hinaus, aber ehe er dieſe losgelaſſen, hörte er Jagdruf und das Gebelle jagender Hunde tiefer im Wald. Mein Vater wurde be⸗ ſtändig von einem alten Mann begleitet, der Weg und Steg aufs Genaueſte kannte. Beim Getöne des Hundge⸗ bells blieb der Führer erſchrocken und zitternd ſtehen.
Laſſen Sie uns fliehen, gnädiger Herr,“ ſagte er mit aufgeſperrten Augen und bleichen Wangen.„Das iſt er... er... laſſen Sie uns fliehen.“ ans„Wer?2“ 1
„Nun ja er.“ 3 3
„Wer denn? Ich verſtehe Dich nicht.“
„Der Teufel natürlich. Ach mein Gott, Herr, kom⸗ men Sie... kommen Sie... das iſt ſeine Jagd, Herr, des Teufels wilde Jagd, kommen Sie, kommen Sie.“ viellnd der bobende Mann hatte ſeinen Satz noch nicht
ndet, ſo nahm er Reißaus und⸗ 1 1 er konnte. 4 ß eiüſlos ſo hnel Miein Vater lauſchte.. das Gebell näherte ſich immer mehr... und er beſchloß, dem unbekannten Jä⸗
ger halbwegs entgegen zu gehen. Das Gerede des


