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ſte ſich vor, um in ſeinen Augen zu erforſchen, welche Hoffnung ſie beſitzen könne.
Die Lebendigkeit, die ſie darin gewahrte, branute ſie nicht, ſie erwärmte blos ſo angenehm ihr Herz..
Wäre ſie allein geweſen, ſie würde ſich in dieſem Augenblick zu ſeinen Füßen geworfen und ihn um Leben und Tod, d. h. nur noch um ein einziges Wort angefleht haben. Aber außer den Uebrigen befand ſich auch noch ihr Vater zugegen, und er hätte niemals den Schimpf zu ertragen vermocht, den ſie über ſein graues Haupt gebracht hätte, im Fall ſie ihr Geheimniß aufdeckte.
Die Baronin war immer kälter geworden. Nachdem ſie ihren Beſchluß gefaßt, ſich nicht mehr mit einer Ver⸗ theidigung abzugeben, hatte ſie ſich abgekühlt. 1
Pauls Erzählung erſchien ihr wie eine ganz in der Nähe vollende Donnerwolke, und ſie erwartete blos⸗ daß der Blitz jeden Angenblick einſchlagen würde. Sie ge⸗ dachte ihn lächelnd zu empfangen.
Ein unerſchrockener Muth, eine wahrhaft flammende Streitluft ſchienen dagegen bei Franz Kellner ſich zu zei⸗ den⸗ während ein bitterer Zug um ſeine Lippen ſich kund
hat.
Er konnte Paul die Stellung nicht verzeihen, die er gegen die Anweſenden eingenommen hatte. Es war ein Platz, den er ſich vielleicht ſelbſt gewünſcht hätte, aber er verſchmerzte es nicht, daß ein anderer ihn inne hatte.
Ehe Paul wieder zum Wort kommen konnte, ergriff daher Franz daſſelbe.—
7,„ Sie ſind groß, mein Herr Vetter, wirklich groß, ich kann Sie nur bewundern.“
Das lange zurückgehaltene bittere Element in ſeiner Seole, brach auch in ſeinen Worten aus.
„Noch einmal,“ fuhr er fort,„ich kann mich nicht genug über die Anweſenden wundern, die Geduld genng beſitzen, Ihnen eine ungetheilte Aufmerkſamkeit zu wid⸗ men. Mit einem dankbareren Publikum, als Sie hier


