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umherwandern geſehen, und als unzweifelhaften Beweis für die Wahrheit in dieſen Phantaſien des blinden Aber⸗ glaubens führte man die beinahe gleichzeitigen Todesfälle des Barons Lander und der Oberſtin Reuter an, wie auch die hartnäckige Krankheit, die zur ſelbigen Zeit die Bewohner beider Güter heimſuchte, und das eine wie das andere erklärte man blos als Folgen des Fluches, den böſe Geiſter über ſie herabgerufen, weil man von der Oberſtin und dem Baron Lander meinte, ſie ſeien dahintergekommen, daß der Teufel und der Waſſernix zu dieſer Zeit ſich in der Gemeinde aufhielten. Man ver⸗ wunderte ſich darüber, daß ſo kluge Leute wie der Ba⸗ ron und die Oberſtin bei dem Spiel des Teufels nicht durch die Finger geſehen, ſondern ſich auf ſolche Art blosgeſtellt hätten, und man ſcheute Aſen und Großſmeſtad als verpeſtete und gefährliche Orte. Obſchon mein Va⸗ ter nicht leichtgläubig war, ſo konnte er doch die Todes⸗ fälle, ſowie die dort herrſchende Krankheit nicht läugnen, während Sie, Frau Baronin, wie Sie ſich ſelbſt erin⸗ nern dürften, kurz nach dem Tode ihres Mannes von einer ſchweren Fieberkrankheit befallen wurden, und Sie, meine Couſine—
Paul wandte ſich dabei an Gabriele.
„Auch Sie, meine Couſine, auf Aſen, wo Sie nach dem Tod Ihrer Tante ſich aufgehalten haben ſollen, zwiſchen Leben und Tod ſchwebten.
Die Barouin Lander ſchien vollkommen gleichgültig. Sie war auf Alles vorbereitet und verſchloß ſich in ihr Inneres; dort aber ſah es um ſo qualvoller aus. Ob⸗ ſchon Paul gewiſſe Sachen in ſeltſamen, durch wirren Volksglauben entſtellten Formen vorgetragen hatte, glaubte ſie doch die innere Bedeutung derſelben zu erkennen und dachte mit Schrecken: Es handelt ſich um mich.
„Der rothe Fleck auf ihrer Wange brannte in immer erhöhtem Glanze.
Gabriele ſuchte mühſam nach Athem. Auch ſie zog


