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entweihen, daß ich auf bloße Vermuthungen hin e⸗
Argwohn ausſpräche; aber ich frage, wie kann der Nante einer todten Perſon durch bloße Nennung entweihr wer⸗ den, ſofern nicht die Handluͤng ſelbſt, die damit im Zu⸗
ſammenhang ſteht, verdächtig iſt? Ich weiß, was man
den Todten ſchuldet, und ſelbſt mein Auſtreten hier müßte davon genügend zeugen; aber darf ich deßhalb die Le⸗ benden vergeſſen? Ünd vielleicht beruht das Schickſal mehrerer Perſonen auf dieſer Zuſammenkunft. In der Kette von Intriguen, die ſich um den Mord ſpinnt, iſt die Ermittelung jedes einzelnen Gliedes gleich wichtig. Ohne jemand anzuklagen, ſogar geneigt, von allen Gutes zu glauben, ſtelle ich daher noch einmal die Frage: wer war die unbekannte Dame? Hängt nicht mein edler Onkel ſelbſt ſowohl ſich, als ſeinen theuren Freunden durch Verheimlichung des Namens einen Schatten an, während er dagegen durch offene Mittheilung deſſelben ſowohl ſich als ſie vor jedem Verdacht frei ſpricht, in ſo⸗ ſern ſie wirklich rein und unſchuldig befunden wird, was ich nicht blos hoffe, ſondern ſogar gerne als gewiß an⸗ nehme?“
Franz Kellner und die Baronin wechſelten einen Blick miteinander, während der erſtere, feſt entſchloſſen Paul den Vortheil ſtreitig zu machen, den er über die Gemüther der Anweſenden gewonnen, ihm einen Schritt näher trat, gleichſam als wollte er auf eine noch über⸗ zeugendere und beſtimmtere Weiſe ſeine Argumentation zunichte machen.
Aber ſein Vater legte in dieſem Angenblicke die
Hand auf ſeine Schulter. „Still, Franz,“ ſagte der Alte.„Ich danke Dir für den Dienſt, den Du mit. erweiſen willſt... aber es iſt unnöthig... ich bin bereits auf Pauls Seite übergetreten.“
„Ach, mein Vater, was höre ich?“
Franz Kellner ſah verwundert den Greis an⸗
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