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da aufhören müſſe, wo der geſetzliche Scharfſinn aufbört; aber Sie täuſchen ſich. Die Vorſehung ſelbſt lehrt uns, während ſie in der Stimme eines anklagenden Gewiſſens ſo oft zum Verbrecher ſpricht, daß das Recht keine an⸗
dere Gränze ſeiner Wirkſamkeit hat, als in dem wirklichen.
Sieg des Rechten und Guten. Es iſt alſo mein Recht ſo gut wie das Recht jedes andern, im Intereſſe des Ge⸗ ſetzes, d. h. im Intereſſe des tugendhaften Menſchen ge⸗ gen die Verbrecher zu kämpfen. Die Tugend kann nie ſuſpendirt werden, mein Herr Vetter! Die Entſchleierung des Verbrechens kann ſelbſt da, wo das Geſetz ruht, nie⸗ mals ein Verbrechen ſein. Es heißt nicht die Rolle einer böhern Macht ſpielen, wenn man das Gewiſſen ſo lange weckt als das Leben reicht; ſondern es heißt dieſer Macht dienen. Das Geſetz ſpricht niemals zu dem Unſchuldigen, ſondern nur zu dem Verbrecher: hier ſollen deine Wellen ſich legen. Es iſt allerdings ein todter Mann, deſſen letzten Auftrag ich vollziehe; aber wenn Sie darüber lächeln, ſo wenden Sie Ihr Geſicht von dem Grabe ab, denn die Weisheit, die daraus ſpricht, könnte ſonſt ihre Wangen erblaſſen machen. Ein älterer Mann, ſagten Sie, würde ſich mit dem letzten Willen eines Sterbenden nicht befaßt haben; aber was haben wohl alle dieſe al⸗ ten, durch die Erfahrungen eines langen Lebens geprüften Männer gethan, die Sie vor ſich ſehen, und unter denen Sie Ihren eigenen Vater finden? Ich bin nicht gekom⸗ men, um Sie für irgend etwas zur Rechenſchaft zu ziehen, ſondern ich habe Ihnen blos die Bitte eines Sterbenden überbracht, mir bei der Ausmittlung eines Verbrechens, wofür höchſt wahrſcheinlich ein Unſchuldiger gelitten hat, beizuſtehen, und Sie haben auf meine Stimme gehört. Wiſſen Sie vielleicht warum, mein Herr Vetter? Darum, weil dieſe Männer beſſer als Sie, mein Herr Vetter, wiſſen, um was es ſich handelt. Es iſt nicht meine Ab⸗ ſicht, irgend eine der theuren Erinnerungen, die ein alter Mann von ſeinen Jugendjahren her beſitzt, dadurch zu
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