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Die Art und Weiſe, wie der Greis ſich ausſpräch, vor Allem aber ſein Bekenntniß, rief eine lebhafte, theil⸗ nehmende Bewegung hervor.
„Ich will,“ begann er wieder,„hinzufügen, daß dieſe Unwahrheit möglicher Weiſe auf die eine oder an⸗ dere Art den Mord veranlaſſen konnte, von dem es ſich hier handelt, obſchon ich es weder weiß noch begreife, und wenn dieß der Fall iſt, ſo habe ich die Rolle des blinden Höder geſpielt, weil die von meiner Hand ge⸗ worfene Miſtel ſich auf dem Weg zu ihrem Ziel in eine Mordwaffe verwandelt hat.“
Wiederum hielt der Greis inne, und man ſah, daß er verlegen nach Worten ſuchte.
„In jüngeren Jahren faßt das Gemüth leicht Feuer, das Herz klopft raſch und die Neigungen leiten uns. Auch ich habe eine ſolche Zeit gehabt und ohne Hoffnung auf Gegenliebe betete ich ein ebenſo ſchönes als achtungs⸗ würdiges und geniales Weib an. Mit ihrem Blick leitete ſie mich, mit ihrem Wort gebot ſie über mich, und da⸗ durch, daß ſie mir nie Etwas zugeſtand, behielt ſie bis auf ihre letzten Augenblicke ihre Macht über mich. Eines Tags vertraute ſie mir das unglückliche Verhältniß zwi⸗ ſchen der Baronin Lander und ihrem Manne an und bat mich, ein Mittel auszuſinnen, wodurch er auf einige Zeit von der Hauptſtadt entfernt werden könnte, während ſie ſelbſt ſich alle Mühe geben wollte, um auf das Herz der Baronin einzuwirken, damit dadurch wieder ein gutes Verhältniß zwiſchen den Gatten hergeſtellt werden könnte. Ich verſprach alles Mögliche zu thun, und trug die Sache auch vor. Die Baronin hat alſo unläugbar inſofern Recht, als ich keinen Auftrag von ihr ſelbſt erhalten hatte und nicht einmal ihr Verhältniß zu ihrem Manne kannte; ihr da⸗ gegen könnt mir vorwerfen, daß ich mit meiner eigenen Verantwortung für die Richtigkeit der Angabe mich in
ein Abentheuer miſchte, das mich, wenn auch nur ent⸗
fernt, durch ſeine unangenehme Folgen beunruhigte; aber


