Teil eines Werkes 
8. bis 11. Bändchen (1852)
Entstehung
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gläuzte, und ſie meinte Pauls jugendliches, friſches Ge ſicht zu erkennen.

Bei dem Ausruf fröhlicher Ueberraſchung, der jet ſo ganz unberechnet über ihre Lippen flog, ſah ſie ihn wie von einem Winde weggeführt und verſchwinden, wit⸗ rend er auf der Flucht eine Roſe verlor, die... ſ fühlte ſie es... in ihr Herz hinabfiel, gleich als hält er dort eine Spur von ſeinem Beſuch im Traume hinter laſſen wollen.

Eine Weile ſpäter erwachte ſie, aber auch wachen meinte ſie noch in dem geträumten Parke zu rufen, während der Jüngling mit ſeiner warmen Wangeſh über ſie hinneigte.

Die Stunde, wo ſie nach der Promenade und den Bade zu ſchlummern pflegte, war für ſie immer eint Stunde der lieblichſten Ruhe geweſen, durchflochten voh den angenehmſten Phantaſien, geſchmückt mit den reichſten Bildern. Engel und luftig ſchöne Geſtalten fanden ſih dann immer an ihrem Bette ein, bald Kränze in ihre Locken flechtend, bald ſie in ſchimmernde Silberſchleiet kleidend, bald ihr Nektar vom Olymp der Götter bietend.

Dieſer Morgenſchlaf war ihr auch ſo lieb und theuer g⸗

worden, daß ſie ihm um keinen Preis hätte entſagen mögen, weil er ſie immer in ein kleines, ganz eigenthüm⸗ liches Reich führte, wo ſie, noch ein ſpielendes Kind, nur unter guten Elfen und lächelnden Feen luſtwandelte. Aber ſo, wie ſie jetzt geträumt, hatte ſie es früher noch nie gethan, denn bisher hatten die Träume nur flüchtig ſchwärmeriſche, ſchnell verſchwindende Lichtbilder in ihren Gedanken und ihrem Gemüthe hinterlaſſen; aber jetzt hatten ſie in ihrem Herzen eine Saite angeſchlagen⸗ die, während ſie noch vibrirte, ihr Blut in Bewegung ſetzte und, während ſie noch tonte, ſo wunderbar hin⸗ reißende Vorſtellungen in ihrer Seele erweckte.

träumte.

Lange wußte ſie nicht, ob ſie wach war oder noch