Teil eines Werkes 
8. bis 11. Bändchen (1852)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

50

Als Jaquette mit Held von ihrem Spazierritt die Thore von Haga zurückgekommen war, begab ſie ins Bad, das in einem Stübchen neben ihrem Säle zimmer war, und dann ſprang ſie wieder fröhlich u friſch in ihr Bett.

Aber dieſen Morgen wollte ſich kein Schlaf einf den, luftige und leichte Fantaſie ſchwärmten durch in Kopf, beflügelte und ſchimmernde Träume arbeiteten ihrer Seele.

Vor dem einen ihrer Fenſter befand ſich ein klein Altan, mit Blumen beſetzt, von zierlich gearbeiteten S lieren, wie von einer Hecke oder einem Käfig umpäen und die freundlichen Strahlen der Sonne fielen ſo g zend und friſch darauf. 1

Mit halbgeſchloſſenen Augenlidern glaubte ſie unter dieſe Blumen verſetzt, das kleine Plätzchen erm terte ſich um ſie her, und eine kleine Blume wuchs neben der andern, ſämmtlich mit einander wetteifernd wunderbarer und prachtvoller Schönheit.

In einiger Entfernung glaubte ſie eine ſuunſt leiſe Muſik zu hören, und die mit leichten aroml⸗ ſchen Blumendüften geſchwängerte Luftmaſſe wiegte ul ſchaukelte ſich in tiefen Wellen, die ebenſo wohl aus M ſik wie aus Licht beſtanden, um ſie her.

Wie in einem mit Blumen und Sonnenlicht durt floſſenen Luftballon glaubte ſie jetzt zu ſchweben, al allen Seiten von einem Himmel umgeben, wo die Sterme rings umher auf ſie herab blickten... mit Pauls ilo ren Augen.

Aber plötzlich verwandelte ſich die Scenerie. Es wi in demſelben Augenblick, wo ſie wirklich einſchlumment

Die kleine Welt, worin ſie ſich ſoeben geſchauk⸗ hatte, blieb, durch einen augenblicklichen Zauberſchlag! einen ſchönen Park verwandelt, in die ſchönſte Pra des Sommers gekleidet, vor ihr ſtehen, und es war i als läge ſie halbſchlummernd auf der grünen Matte 4