48 quette auferzogen hatte, waren allmählig zu einem Ge brauch übergegangen, von dem ſie ſich jetzt nicht mei trennen konnte.
Noch immer ſtand ſie jeden Morgen mit der Som auf und begab ſich dann zu Wagen oder zu Pferd hit al aus. Noch badete ſie täglich und genoß dann eine kun a⸗ Morgenruhe. Nichts konnte ſie davon abhalten.
Von dem Tag an, wo Paul ins Haus gegenüle einzog, und noch mehr von der Stunde an, wo er li ſt und da einen Beſuch bei ihrem Vater zu machen anfin zu zeigte ſich gleichwohl in verſchiedenen Beziehungen 1 be eine und andere Veränderung bei ihr. Ohne daß u zu Kindliche in ihrem Charakter verſchwand, glaubte um nicht eigentlich mehr Haltung— denn dieſe fehlte in ni nie— ſondern mehr Ernſt bei ihr zu bemerken. 6. war beinah, wie wenn ihr kindliches Weſen verſtändige br geworden wäre: eigentlich beſtand auch die Veränderun w darin, daß ihr Gefühl tiefer und wahrer zu werden al ni fing. Es war die Liebe, die, obſchon ihr ſelbſt unbewuß un ſich ihr näherte. Ihr Herz ließ ſie nicht mehr ſo unge zwungen wie vorher. Manchmal, wenn ſie noch imme fü ſehr heiter war, erinnerte es ſie an ſich, zuweilen durz ich eine Röthe, die unwillkührlich über ihre Wangen ſog⸗ zuweilen durch einen Seufzer, der unwiderſtehlich ih An Bruſt hob. Sie hatte früher über Alle geſcherzt und ge iſt lacht, die ſie ſeufzen gehört oder erröthen geſehen hatten aber ſie vermochte nicht über ſich ſelbſt zu lachen. we
Der General konnte nicht umhin, die Veränderung de zu ſehen, die ſich bei ihr kund that, ſeine Unruhe er⸗ wachte deßhalb.
„Du biſt krank, Jaquette,“ bemerkte er.
„Ach nein. Papa, ich fühle mich ganz geſund. 1 und dennoch... ich weiß nicht, was mich ankommt.“
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„Du ſitzeſt ſo viel am Fenſter; es ſchadet Dir.“ „Glaubſt Du das, Papa? Ich ſitze ſo gerne da. 6


