Netta hielt nichts deſtoweniger an ihrer Erklärn feſt und ſagte ihm, daß ſie verheirathet ſei. Als 5
glücklich an ihr Haus gekommen waren und ſich vor d Thüre befanden, forderte ſie ihn auf, ſich zu entfernen aber Raſch war nicht minder beharrlich; er beantworte ihre Ermahnung mit Scherzen und beſtand darauf, f hinauf begleiten zu dürfen.
„Sie verlangen es alſo entſchieden?“
„Ganz entſchieden.“
Hätte nicht die Dämmerung Netta in ein gewiſſe Dunkel vor Raſch's Augen eingehüllt, ſo hätte er am der Miene, die ſie machte, leicht erſehen können, daß iin liſtiger Plan ſich in ihrem Kopfe zu wälzen anfing.
„Wohlan denn, ſo will ich's erlauben; aber E werden mich doch nicht blosſtellen wollen.“
„Weit entfernt; ich bin zu verliebt in Sie.“
„Daun müſſen Sie es ſich gefallen laſſen, daß i einige Bediugungen ſtelle.“.
„Ich gehe auf alles ein, was Sie verlangen, wen ich nur mit Ihnen hinaufkommen darf. Erklären Si was Sie wollen.“ 1
„Sie müſſen vor allen Dingen ihre Stiefel abziehen, damit man Sie auf der Treppe nicht hört.“
„Gern.. gern.“ 3
„Wenn Sie hinauf kommen, ſo führe ich Sie in ein Ueberſtübchen, und dort werden Sie einen Schlafrol finden; dieſen ziehen Sie an.“
„Schön... prächtig!“
„Sodann erwarten Sie mich.“
„Gut.“
Mit ſeinen ausgezogenen Stiefeln in der Hand, ſchlich Raſch vorſichtig hinter Netta die Treppe hinauf und wurde in das erwähnte Ueberſtübchen geführt, wo Netta mit einem Zündhölzchen Licht machte, ihm den Schlafrock zeigte und ſich dann entfernte. Raſch war entzückt über ſein Abenteuer und die
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