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Der Leſer hat vielleicht den Seemann, den wir hier eingeführt haben, nicht wieder erkannt, weil die Bekannt⸗ ſchaft, die wir früher mit ihm machten, nur ganz kurz war. Aber einigermaßen dürfte er ſich dennoch an Peter Raſch erinnern... der Steuermann an Bord des Del⸗ phins, der, gemeinſchaftlich mit Paul, Fanny und Hein⸗ rich rettete. Er iſt es, den wir jetzt hier wiederfinden.
Vom Schiff aus gedachte Raſch, ſeiner eigenen Er⸗ klärung zufolge, ſich in den Zollverderb zu begeben, um ein Glas zu Ehren Pauls zu leeren.
In der Abſicht, dieſen Vorſatz ins Werk zu ſetzen, begab er ſich aufs Land; aber kein Menſch kann ſo krumme, einander ſo häufig kreuzende und nur dem blin⸗ deſten Zufall anheim geſtellte Wege wandeln, als ein noch in den Bummeljahren ſich befindender Seemann, wenn er ſich nach einer längeren Seereiſe wieder auf dem Lande befindet. Für jeden der in Raſch'’s Taſche klin⸗ genden Piaſter tanchte auch in ſeinem Kopf ein neuer Plan auf, über die Art, ihn todtzuſchlagen. Mit zu⸗ gleich freudetrunkenem und raubgierigem Blick forſchte er um ſich her, um wo möglich irgend eine große Narrheit zu entdecken, der er ſich ſogleich hingeben könnte. Seine kritiſch muſternde Aufmerkſamkeit verweilte dabei bei der nächſten Trödlerbude, wo er ein rothwangiges, hübſches Geſicht, mit ein paar dunkeln, lebhaft blinkenden Augen, bemerkte.
„Eine ſchöne Flagge auf dem Vordertopp,“ mur⸗ melte er vor ſich hin,„ich will dahin laviren und das Fahrwaſſer ſondiren.“
Geſagt, gethan. Das Geſpräch war auch bald im Gang. Raſch fand, daß Netta... denn ſie war es ... dem erſten Eindruck, den ſie auf ihn gemacht, voll⸗ kommen entſprach, wo nicht ihn noch übertraf. Netta war zungenfertig und ungemein aufgeräumt. Was ihn vor allem anzog, war die Gewandtheit, womit ſie ſich


