wie er aus dem Nebel heraus trat, der ſeinen Geſichts⸗ kreis umgab, ſich aufzuklären anfing.
Als er Netta erblickte, öffnete und ſtreckte er mit einem unnachahmlichen Ausdruck des Entzückens ſeine Arme nach ihr aus.
Ein mit den Couliſſenverhältniſſen zwiſchen den würdigen Partheien weniger bekannter Beobachter hätte dieſe Bewegung möglicherweiſe für ein einfaches Strecken, veranlaßt durch Faulheit oder in der Abſicht, den Schlaf zu verſcheuchen, gehalten; aber zu dieſem Schlag von Beobachtern gehörte ſicherlich Netta ſelbſt nicht, denn nach der ſchalkhaften Drohung zu ſchließen, die ſie mit der Hand ausführte, ſchien ſie eher die Umarmung für gut zu nehmen und als ein artiges Morgencompliment zu betrachten.
Nach dieſer Einleitung begann auch zwiſchen ihnen eine anhaltende Zeichenſprache mit den Händen, wobei Netta beſonders eine Geſchicklichkeit entwickelte, um welche manche von unſern Provinzialaktricen ſie nicht ohne Grund hätte beneiden können.
Nachdem ſich die zuerſt geballte Hand ein wenig geöffnet, begann ſie dieſelbe einmal ums andere an den Mund zu führen, gerade, wie wenn ſie ein Glas gehabt hätte, worauf ſie ſie wieder ſchloß und ihm drohte. Der Seemann ſchüttelte dazu den Kopf, wie wenn er ſich beklagen wollte; aber ſie fuhr nichts deſtoweniger mit ihren Drohungen fort und nahm dabei ein ſo ernſtes und ärgerliches Ausſehen an, daß er augenſcheinlich reu⸗ müthig und bittend die Hände faltete. Dieſe ausdrucks⸗ volle Bewegung ſchien ſie auch ein wenig zu verſöhnen und ſie begann wieder zu lächeln.— 3
Nachdem ſie einmal im Gang waren, durch Zeichen einander dieſes und jenes zu verſtehen zu geben, ſchie⸗ nen ſie gute Luſt zu haben, damit fortzufahren.
Der Seemann führte die Hand mit zwei ausge⸗ ſtreckten und emporſtehenden Fingern an die Stirne.


