Teil eines Werkes 
8. bis 11. Bändchen (1852)
Entstehung
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ſern närriſchen Steuermann? Sein Geſicht verräth gar zu deutlich, was ihr geſtern Abend gemacht habt. Er ſieht aus, als wäre er in Rauch eingehüllt... Du biſt bei weitem nicht ſo rauchig wie er. Dieſer Zollverderb muß doch ein artiges Oertchen ſein.

Zum Henker, antwortete Holtmann aus dem Bett, indem er an ſeiner Nachtmütze rückte,mich ſauft man nicht ſo leicht unter den Boden. Ich bin ein Dreidecker, wenn es ſich darum handelt, naſſe Artikel einzuladen, wogegen unſer Steuermann, mit allem Re⸗ ſpekt geſprochen, ſchon mit zwei oder drei Bouteillen umſchlägt. Aber das macht nichts... ſei Du jeden⸗ falls recht artig gegen ihn, er iſt ein guter Kunde. Wie viel Uhr iſts?

Es hat ſoeben ſieben geſchlagen.

Mehr nicht? Weck mich, wenn der Kaffee fertig iſt. Ich muß um neun Uhr im Packhaus ſein. Wirf dem Kameraden da drüben ein Kußhändchen zu... dann wird er ſchon wieder nüchtern werden. Jetzt laß mich vollends ausſchlafen... vergiß den Kaffee nicht.

Damit drehte ſich Holtmann im Bette um und ſchlief wieder ein.

Der achtungswürdige Mann, der, wie er ſelbſt er⸗ klärt hatte, ein Dreidecker war, wenn es ſich darum handelte, naſſe Waaren an Bord zu nehmen, beſaß in der menſchlichen Geſellſchaft das unſchätzbare doppelte Verdienſt, erſtens, daß er Wachtmeiſter im Packhaus, und zweitens, daß er der Gemahl der lebhaft blickenden Netta war.

Der Mann mit der rothen Wolljacke hatte inzwiſchen die Augen etwas beſſer geöffnet, und bald gewahrte er Netta, welche keine Luſt zu haben ſchien, ihren Platz am Fenſter ſo ſchnell zu verlaſſen. Bei ihrem Anblick rieb er ſich die Augen mit den Fingern aus, gleichſam um heller zu ſehen, und dies ſchien ihm auch zu gelingen, weil ſeine eigene Miene, vermuthlich in demſelben Maß,

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