Teil eines Werkes 
8. bis 11. Bändchen (1852)
Entstehung
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Es mißfällt Ihnen, daß ich an Sie denke?

Sehr, mein Herr.

Warum, wenn ich bitten darf?

Sie wiſſen nicht, Herr Paul, daß ich aus lauter brennbaren Stoffen zuſammengeſetzt bin und aus Capricen und Launen, aus Narrheiten und Kindereien, aus Poſſen und Scherzen, ich verſichere Sie, daß Sie ganz wirr im Kopfe werden, wenn Sie an mich denken. Ich werde bei Ihnen denſelben Wirrwarr hervorbringen, wie eine Petarde mitten in einem feindlichen Lager. Ach nein, ... denken Sie nicht an mich... Sie bereuen es. Den Tag über wird der Gedanke an mich nur Seil⸗ tänzereien in Ihrem Kopfe hervorrufen, ſo daß Sie zu gar nichts Verſtändigem kommen können, und wenn Sie

ſchlafen, wird er ſie unaufhörlich aufwecken. Mein armer

Vater weiß es recht gut, was es heißen will, an mich zu denken. Er hat niemals Ruhe und Frieden.

Nun wohl, ich verſpreche, daß ich nicht mehr an Sie denken will.

Sie beruhigen mich dadurch wirklich. 1

Aber wenn ich es verſpreche, ſo geſchieht es nicht darum, weil ich Sie aufgebe.

Nicht? 2

Sie haben mir ja verſprochen, daß ich Sie be⸗ trachten darf.

Sie mißverſtehen mich gänzlich. Ich habe Ihnen nichts verſprochen, ich habe Sie nur gebeten, damit fort⸗ zufahren, wenn Sie ſo wollen.

Ganz richtig, und ich werde es ſo fleißig thun, daß ich gar keine Zeit bekomme, an etwas zu denten.

Wie glücklich bin ich, Ihnen ſo vortheilhafte Ge⸗ danken einflößen zu können, daß Sie, wenn Sie mich ſehen, an gar nichts denken.

Meine Gedanken werden Gefühle werden, wenn ich in Ihre Augen blicke.

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