Teil eines Werkes 
8. bis 11. Bändchen (1852)
Entstehung
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art gleicht vielleicht weniger den Blumen als den Zug⸗ vögeln?

Paul betrachtete ſie. 1

Lieben Sie die Blumen, mein Fräulein? fragte

er ſie ganz kurz.

Auch ſie betrachtete ihn jetzt, gleich als hätte ſie ſeine Meinung nicht recht verſtanden. Ihre Blicke be⸗ gegneten ſich.

Sie müſſen die Blumen lieben, wiederholte Paul.

Unendlich, erwiederte ſie und ſenkte den Blick zur Erde. Ich habe oft eine ganze Stunde nur eine einzige Blume betrachten können und jeden Augenblick neue Farbenbrechungen und Formen zu entdecken gemeint. Es iſt mir vorgekommen, als hätte ich ein kleines Mei⸗ ſterſtück und Wunderwerk zu gleicher Zeit geſehen. Ach, Herr Paul, wie viel Schöͤnheit und Verſtand liegt nicht in der Zuſammenſetzung jedes Blümleins, oder was ſa⸗ gen Sie?

Ich habe von Amerika einige Blumen mitgebracht, die hier ſehr ſelten ſind, und wenn Sie es erlauben, will ich mir die Freiheit nehmen, Ihnen die eine oder andere zu ſchicken.

Das Anerbieten erfreute Jaquette, denn ihre Liebe zu den Blumen war wahr und aufrichtig.

Ich nehme Sie beim Wort, Herr Paul.. Sie vergeſſen es nicht?

Eher würde ich mich ſelbſt vergeſſen.

Paul war während des letzten Theils des Geſprächs ernſthaft geworden, und es ſchien, als ob irgend ein ge⸗ heimer Gedanke ihn beunruhigte.

Erlauben Sie mir eine Frage zu ſtellen? fiel er endlich ein.

Haben Sie die Güte.

Aber Sie könnten ſie vielleicht naſeweis finden... vielleicht ſogar knabenhaft.

Eine Frage iſt ja immer frei.