Teil eines Werkes 
8. bis 11. Bändchen (1852)
Entstehung
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von den Forderungen der Geſellſchaft des Tages, 4 von ihren eigenen Gefühlen und Neigungen galt. Nebi einer beinah zur Vollkommenheit ausgebildeten Gewohn heit, ſich in der Geſellſchaft zu bewegen, war ſie al in ihrem Inneren und was die heiligſten Fragen de Herzens betraf, noch ein Kind. 4

Wäre Paul wie ein gewöhnlicher Schmeichler auß getreten, ſo würde ſie ſicherlich auch auf eine paſſend Art ſein Gerede abgewieſen haben; aber jetzt ſtand einfach und offen vor ihr, mit warmer Innigkeit die G walt anerkennend, die ſie über ihn beſaß, und den Ei⸗ druck, den ſie auf ihn machte.

Je mehr ſie ſeinen Worten lauſchte, um ſo mal meinte ſie von Neuem ein Kind zu werden.

Die Geſellſchaft erſchien ihr fade, die Moden len die Convenienz nur als eine läſtige Form. Währen mit ihren Träumen ein nenes Leben für ſie aufgin wurde ſie all dieſer Dinge müde.

Sie hatte, obſchon ſie ſo manche Bälle und Soupit mitgemacht und in allen vornehmen Kreiſen eingeführt win bis jetzt noch nie eigentliche Natur und eigentliches Lebn getroffen.

Aber wenn auch jedes Mädchen immer ein Geſül ſchwärmeriſcher Sentimentalität in ihrem Herzen trägt ſo ſitzt dennoch ſehr häufig der Scherz lächelnd auf ihr Lippen, als ein zweiter Vorpoſten, der nur dazu bewaf⸗ net iſt, um erforderlichen Falls den geheimen Rückzui der neugeweckten Liebe zu decken.

Jaquette lächelte alſo.

Apropos, Emigrant, ſagte ſie, auf das Lokal de Gartenvereins deutend, an dem ſie jetzt vorüberkam, die meiſten dieſer vielen prachtvollen Blumenexemplare, N

jetzt unſre Gärten ſchmücken, ſind ja auch Emigrantel

aus andern Ländern, und können Sie mir irgend eine einzige ſagen, die, nachdem ſie ſich einmal hier acclima⸗ tiſirt hat, nicht ganz gut gedieh? Aber Ihre Gemüthe⸗