Teil eines Werkes 
8. bis 11. Bändchen (1852)
Entstehung
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Darum, weil Ihr Vater juſt ein ſolcher Mann iſt, den man lieben muß, weil...

Paul verſtummte und betrachtete ſeine Nachbarin.

Weil er, fuhr er dann fort,eine Tochter hat, wie Sie ſind. Der Adel der Blume beweist den Adel des Baumes. In Wahrheit, mein Fräulein, ich bin ein Emigrant aus Amerika, ein Fremder, der ſich hier nieder⸗ zulaſſen wünſcht. Es wird von Ihnen abhängen, ob es ſo weit kommt.

Jaquette hatte während des Geſprächs mehrere Male ihre Farbe gewechſelt. Das ſtolze und lebhafte Mädchen hatte ſich von dem Moment an, wo ihre und Pauls Blicke ſich zum erſten Mal begegneten, wunderbar ange⸗ zogen gefühlt; aber die Empfindungen, die dadurch her⸗ vorgerufen wurden, waren noch allzu unbeſtimmt. In den Wochen, die ſeitdem verfloſſen, hatte ihr Herz aller⸗ dings ſeine Gefühle mehr und mehr ausgebildet, gleich⸗ wohl aber war es beſtändig in einer Art von Unmündig⸗ keit geblieben. Paul hatte zwar den General einigemal beſucht, aber das Geſpräch zwiſchen beiden hatte ſich hauptſächlich um Dinge gedreht, die für ſie Geheimniſſe waren. Ihr Inneres lebte inzwiſchen ohngefähr daſſelbe Leben, wie eine frühe Treibhauspflanze, weil ſie fühlte, wie ein gewiſſer Wärmegrad ſich in ihr entwickelte, ohne daß indeß noch eine leuchtende Frühlingsſonne darüber aufgegangen war.

Es gab Etwas in Jaquettens Stellung, was dieſelbe ganz originell und ſogar für ſie ſelbſt recht intereſſant machte. Kein Wunder... ſie liebte zum erſten Mal.

Der General hatte ſie in ſeiner Schwäche allzufrüh in die Geſellſchaft eingeführt, und dadurch hatte ſie ſich viel angeeignet, was die ſonſt ſo feine und reine un⸗ ſchuldsvolle Kindlichkeit in ihrem Urtheil und Charakter verſcheuchte, obſchon dieß mehr von ihrem Ton im ge⸗ wöhnlichen Umgangsleben, als von ihrem Herzen, mehr

Das Gewiſſen. III. 2

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