Teil eines Werkes 
8. bis 11. Bändchen (1852)
Entstehung
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ihrem Herzen, daß ihr Buſen ſich unwillkührlich immer mehr hob.

Sie erſchrecken vor mir, antwortete ſie, eigent⸗ lich nur um etwas zu ſagen, weil ſie dachte, ihr Schwei⸗ gen könnte ſonſt unvortheilhaft erklärt werden.Es iſt gut, daß ich das weiß, fügte ſie hinzu.Ich werde Ihnen jetzt ausweichen, dann ſind Sie von Ihrem Schrecken befreit.

Thun Sie das jedenfalls nicht; ich bekomme ſonſt noch mehr Angſt vor Ihnen.

Vor mir?

Sie verſtehen mich gewiß nicht. Sehen Sie, mein Fränlein, ich habe deßwegen Angſt vor Ihnen, weil ich nicht weiß, was Sie von mir denken; wenn ich einmal dieß erfahren könnte, ſo würde ſicherlich auch meine Furcht verſchwinden.

Sie möͤchten alſo wiſſen, was ich von Ihnen denke, Herr Paul?

Pauls Geſicht ſtrahlte.

Natürlich. Schon ſeit ich Sie zum erſtenmal ſah, war es eine Qual für mich, darüber in Unkenntniß zu ſein.

Jaquette ſah ſchalkhaft aus.

Warum ſich alſo nicht unmittelbar an mich ſelbſt wenden, da ich Sie ſo leicht hätte darüber aufklären kön⸗ nen?

Je mehr Jaquette ihn hörte, um ſo mehr Grund glaubte Sie zu haben, auf ſeinen Gedanken ganz einzu⸗ ehen.

1Wahrhaftig, darin haben Sie recht, antwortete Paul;aber es iſt noch nicht zu ſpät dazu: alſo... haben Sie die Güte, mich hören zu laſſen, was Sie von mir denken.

In Pauls Aufrichtigkeit lag auch etwas ſo Uner⸗ ſchrockenes, daß Jaquette ihrerſeits vor ihm bange zu werden anfing.