Teil eines Werkes 
8. bis 11. Bändchen (1852)
Entstehung
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Gewöhnlich; ich fühle mich am freieſten, wenn ich allein bin. Eine Geſellſchaft, die nicht einen Theil mei⸗ nes Herzens ausmacht, kommt mir immer vor wie etwas Schleppendes, das ich manchmal nothgedrungen mit mir ziehen muß. Allein... befinde ich mich immer in der angenehmſten Geſellſchaft.

Aber mein Gott, Herr Paul, dann beklage ich Sie, daß Sie unglücklicherweiſe auf mich geſtoßen ſind; jedenfalls will ich Ihre Freiheit und Ihre angenehme Geſellſchaft nicht ſtören.

Mit Ihnen iſt es etwas anders. Vom erſten Au⸗ genblick an, wo ich Sie ſah, ſind Sie immer meine liebſte Geſellſchaft geweſen, und juſt deßhalb kann ich ſagen, daß ich mich in der angenehmſten Geſellſchaft befinde, wenn ich allein bin. Da ich beſtändig mit Ihnen um⸗ gehe, ſo iſt es mir, als ob Sie neben mir ſtünden und mir mit Ihren Augen folgten, und.. ich geſtehe es ganz aufrichtig... begehe ich eine Dummheit, ſo meine ich, daß Sie ſich verlegen von mir abwenden, wogegen es mir vorkommt, als ob Sie fröhlich und vergnügt würden, wenn ich etwas thue, was recht und vernünftig iſt. Die Wahrheit zu ſagen, mein Fräulein, Sie üben einen ſo mächtigen Einfluß auf mich aus, daß ich mich beinah vor Ihnen fürchte.

Paul ſprach, ohne im Mindeſten genirt zu ſcheinen, ſei es nun, daß er ihr ein Kompliment ſagen, oder daß er etwas ausſprechen wollte, worüber ſie ſich verwundern ſollte; er trug ſeine Gedanken ſo natürlich vor, wie wenn ſich alles von ſelbſt verſtände.

Jaquette hörte ihn jedoch nicht ohne Verwunderung an. Sie war an eine ſolche Geradheit nicht gewöhnt, ſondern in den Stockholmer Ton und die Convenienz eingeweiht, welche das Umgangsleben in der Hauptſtadt vorſchreibt.

Seine Aeußerungen zeugten jedoch von ſo inniger Aufrichtigkeit und drangen deßhalb auch dermaßen zu