Teil eines Werkes 
8. bis 11. Bändchen (1852)
Entstehung
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Sie ſetzen mich in Erſtannen, mein Herr, was meinen Sie?

Sie nannten mich Herr Kellner, mein Fräulein.

Das iſt ja doch Ihr Name?

Allerdings; aber wenn Sie dieſen Namen gebrau⸗ chen, können Sie ebenſo gut meinen Vater, meinen Ur⸗ großvater, meinen Onkel, ja ſogar meinen Vetter Franz Kellner meinen, wie mich, denn wir befinden uns alle in den Rahmen des Kellnerſchen Namens eingeſchloſſen. Aber die Sache iſt die, daß ich auch einen Namen be⸗ ſitze, der lediglich mein Privateigenthum iſt, und deßhalb meinem Herzen weit näher liegt; denn wenn man mich mit dieſem anredet, ſo weiß ich beſtimmt, daß man mich und keinen andern meint. Dieſer Name iſt Paul. Soll⸗ ten Sie nicht, mein Fräulein, damit die Morgeuſtunde auch für mich ein wenig Gold habe, mich recht und ſchlecht, Paul oder, wenn Sie durchaus ſo wollen, Herr Paul nennen wollen?

Jaquette fand zwar den Vorſchlag etwas wunder⸗ lich, aber da er ganz einfach und natürlich, ſowie ohne alle Affektation gemacht war, ſo glaubte ſie keine beſon⸗ dere Bedeutung darauf legen zu müſſen.

Nun gut, ſagte ſie,wir kehren alſo jetzt in die Stadt zurück, Herr Paul?

Was nun auch die Urſache ſein mochte, es wurde ihr ſchwer, die zunehmende Röthe auf ihren Wangen zu⸗ rückzuhalten.

Wie Sie wünſchen, mein Fräulein. Ich ſage zu Allem Ja, zumal wenn der Vorſchlag von Ihnen aus⸗ geht.

Sie kehrten alſo ihre Pferde gegen die Stadt und ritten in kurzem Trab weiter. Held blieb ein Stück hin⸗ ter Jaquette zurück.

Sie haben ſich allein heute hinaus begeben, nahm Jaquette das Geſpräch auf;ich glaube, daß Sie am allerliebſten für ſich allein ſind.