Teil eines Werkes 
8. bis 11. Bändchen (1852)
Entstehung
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wenn eine Woche vorüberging, ohne daß ſie ihn um baar Geld anſprachen. Ein dienſtfertigerer Jude iſt gewiß noch nie auf Gottes grüner Erde umhergelaufen.

Held ſprach mit wahrer Wärme zu Abrahams Vor⸗ theil, aber Fräulein Jaquette ſchien das Lob dieſes Man⸗ nes nicht mit derſelben lebhaften Sympathie anzuhören.

Kannſt Du mir ſagen, begann ſie wieder,ob mein Vater vor ungefähr zweiundzwanzig Jahren in Geſellſchaft der oben genaunten Freunde oder allein einen Beſuch bei Baron Krook auf Großſmeſtad oder...

Mit einer heftigen Bewegung⸗ welche Ueberraſchung und Verwunderung ausdrückte, wandte ſich Held von Neuem gegen das Fränulein.

Du antworteſt mir nicht, erinnerte ſie.

Vor zweiundzwanzig Jahren? wiederholte er. Mein Fräulein, nein, darau erinnere ich mich nicht.

Der alte Huſar hatte jedoch ein gar zu aufrichtiges und ehrliches Geſicht, als daß nicht der Ausdruck darin gegen ihn gezeugt hätte.

He, Held, jetzt lügſt Du, bemerkte daher Jaquette, die ihren Blick nicht von ihm abwandte,das ſeh' ich Dir an.

Ich lüge, ſagen Sie, Fräulein? Zum Teufel, ich ſoll lügen?

Das thut ein ehrlicher Soldat nie, Held, er hält ſich an die Wahrheit, und wenn ſie auch wie die Schneide eines Schwertes ihn verletzen könnte. Nun, nun, erin⸗ nerſt Du Dich nicht eines gewiſſen Barons Lander, der vor zweiundzwanzig Jahren auf eine ſonderbare Weiſe da draußen auf Großſmeſtad oder Aſen, ich weiß nicht recht, auf welchem dieſer beiden Güter umgekommen iſt! Als Jaguette den Namen des Barous Lander nannte, fuhr Held zuſammen und drückte dabei ſo heftig ſeinem Pferde die Sporen in die Seite, hielt auch die Zügel ſo übel, daß das ſtarke und weiche Thier ſtieg und bei⸗ nahe mit ihm überſchlug.