Teil eines Werkes 
8. bis 11. Bändchen (1852)
Entstehung
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jünger als ich, und vor einem Monat wurde ich drei⸗ undſechzig; alſo, meine Soldatenzeit mit eingerechnet, fünfundvierzig Jahre. 1

Dann mußt Du auch den General beſſer kennen als ich.

Der gnädige General kennt ſich ſelbſt nicht ſo gut, wie ich ihn kenne. Ich kann ihn auswendig, Fräulein, gerade wie eine Generalordre. Ich habe im Sonnen⸗ und Mondſchein mit ihm campirt, wo es war. Wenn er Vorwärts! Marſch! commandirte, ſo war es, als hätte der Teufel ſelbſt mich in die Seite geſpornt... es ging... ich wußte nicht immer wohin und warum... aber es ging. Nur Schade, gnädiges Fräulein, daß man alt wird und nicht immer jung und friſch ſein kann. Früher waren wir beſtändig draußen... jetzt heißt es, ſich daheim halten.

Jaquette ließ den Alten ſchwatzen, ohne ihn zu un⸗ terbrechen; ſie ſchien mit großem Vergnügen auf jedes Wort zu achten, das ihm entfiel.

Du haſt doch ein gutes Gedächtniß, Held; ich erinnere mich, daß Du zuweilen damit geprahlt haſt.

Ja, wahrhaftig, kein Menſch kann ein beſſeres haben, gnädiges Fräulein. Ich erinnere mich an das, was vor dreißig Jahren paſſirte, eben ſo gut, ja noch beſſer als an Dinge, die ſich geſtern zutrugen. Wollen Sie mich auf die Probe ſtellen?

Der Alte prahlte gerne ein wenig, zumal wenn es galt, von ſeinen eigenen jüngern Jahren zu ſchwatzen.

Ich erinnere mich, daß wiein Vater mir manchmal geſagt hat, daß er ein Jugendfreund des alten Groß⸗ händler Kellner, wie auch ſeiner Brüder geweſen ſei, von denen kürzlich einer in Amerika geſtorben iſt.

Ganz wahr, mein Fräulein, bei Gott ganz wahr. Luſtige Vögel alle drei... muntere Kameraden.

Alle vier, meinſt Du wohl? Der General iſt einer und die Gebrüder Kellner waren ja drei.

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