Teil eines Werkes 
5. bis 7. Bändchen (1852)
Entstehung
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an, aber dieſe war abſcheulich und eine wahre Bildungs⸗ anſtalt für Heuchler, denn der eine copirte die Beichte des Andern mit ſolchen Zuſätzen, wie er ſie Herrn Scott wohlgefällig glaubte. In dieſem Inſtitut hat die ver⸗ derbliche Predigerkrankheit ihre Wurzel. Ihre Sekte nennt ſich nicht Spaſſes halber Methodiſten, denn jeder wird aufs Gründlichſte in dem ſogenannten Bußkampf, oder was unſere Kirche die Sündenreue nennt, erzogen, wobei der Prieſter oder ſein Stellvertreter neben dem Reuevollen ſteht und Schwefelflammen über ihn aus⸗ gießt, was für ſtarke Naturen nur 48 Stunden reicht, bis ſie ganz mürbe gemacht und willenloſe Werkzeuge in der Hand des Führers geworden ſind. Darauf gibt er ihnen Troſt, erklärt ſie für neugeborne Kinder Gottes, die nicht im Stande ſeien, weiter zu ſündigen. Sollte es jedoch geſchehen, daß dieſe Heiligen, was leicht vor⸗ kommt, den Schein gegen ſich bekommen und etwas thun, was wie Sünde ausſieht, ſo kommen ſie leicht weg; denn dann iſt es der leidige Teufel, der dieß auf ihre Rechnung gethan hat, um ſie in einen üblen Geruch zu bringen. Ihre Catecheſe beſteht hauptſächlich aus zwei Geboten, wie die der Phariſäer: Das erſte iſt, daß ſie ſich ſelbſt einander ehren und loben ſollen; das zweite, daß ſie die Andern läſtern und verdammen. Die Er⸗ klärung dieſer zwei Gebote iſt leicht und ſinnreich: Wir Methodiſten ſind Kinder Gottes, deßhalb ſpielen wir nicht Karten, tanzen nicht, beſuchen die Theater und Conzerte nicht; alle Andern, die ſich dieſen Entſagungen nicht unterwerfen, ſind Kinder des Teufels. Das iſt ſchnell abgemacht, und man wird auf dem Wege des Methodismus beginnen, ein großer Heiliger, wie auch Prediger. Durch dieſes Gaukelſpiel will man die Leute dazu bringen, daß ſie dem Kirchenperſonal alles geben, was ſie beſitzen oder erwerben. Auf dieſe Art verbreitet ſich der Methodismus in der ganzen Welt, denn ſie ſuchen überall Leute auf und machen ſie alle zu Heiligen in