Teil eines Werkes 
5. bis 7. Bändchen (1852)
Entstehung
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Willſt Du mir ſchwören, daß Du niemand davon ſagen willſt, daß Du mich für den Löwen hältſt?

Nein, nein.

Willſt Du verſprechen, Dich ſo zu benehmen, wie wenn Du mich gar nicht kennteſt?

Nein.

Ich bitte Dich wahrlich um nichts, weil ich Dich eigentlich nicht fürchte, aber doch möchte ich ganz und gar nicht von Dir abhängig ſein. Wenn Du ſchwörſt, treu zu beobachten, was ich von Dir fordere, ſo gebe ich Dir den Ring zurück.

Der Ring iſt mein.

Ich verklage Dich ſonſt wegen Diebſtahls... begreifſt Du?

Du wirſt es nicht wagen.

Glaubſt Du, daß es mir ſchwer ſein wird, Zeugen zu finden? 4

Du wirſt es ſelbſt nicht wagen, gegen mich auf⸗ zutreten.

Glaubſt Du denn, daß es mir ſchwerer wird, einen Ankläger zu finden, als die Zeugen?

O mein Gott!

Nun, verſprichſt Du, was ich verlange?

Nein, nein.

Mathilde drückte ſich ſo feſt an Gabriele, als fürch⸗ tete ſie augenblicklich von ihr weggeriſſen zu werden.

Willſt Du wiſſen, auf welchen Grund ich behaup⸗ ten kann, daß der Ring geſtohlen iſt?

Ja.

Da ſieh her, Du kannſt Dich ſelbſt überzeugen, hier innen ſind die Worte gravirt: vergiß Deinen Eid nicht.

Nun und dann?

Ich habe einen Ring mit denſelben Worten ver⸗ loren.