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„Du?“
„Meine Pflegemutter gab mir einen ſolchen Ring, als wir das Land verließen und in die Stadt zogen.“
4„Du täuſcheſt mich.“ p„Beim Himmel, es iſt wahr. Sie lebt noch und wird bezeugen, daß Du den Ring geſtohlen haſt.“
„Ich habe ihn von meiner Mutter auf ihrem Todten⸗ bett erhalten.“
„Gleichviel, wer von euch beiden ihn geſtohlen hat. Genug, er iſt mein und für mich ſehr wichtig, denn er ſoll das Geheimniß meiner Geburt enthalten.“
„Ein Geheimniß... deine Geburt?“
„Nun ja.“
„Auch für mich hat er dieſelbe Bedeutung.“
„Auch für Dich?“
„Ja, jg.“
Gourville ahnte eine Liſt.
„Du hoffſt mich täuſchen zu können... bah... aber wie geſagt... der Ring hat für mich keinen Werth mehr, weil ich in unſern Tagen an kein Wunder mehr glaube. Du kannſt ihn alſo wieder erhalten... aber ſchwöre mir, was ich gefordert habe.“
„Unmöglich, nein.“
„Unmöglich?“ ſagſt Du.
„Sollte ich dieſes Haus Dir preisgeben... die⸗ ſes Haus, beim Himmel... nie... nie... eher magſt Du mich anklagen, um was Du nur willſt... eher magſt Du mich unter Deinen Füßen zertreten... eher mag 2 ich ſterben... mein Leben, mein Herz, meine ganze 6 Seele gehören dieſem Haus an; nimm immerhin den 4 Ring... nimm ihn... aber verlaß mich.“
Gourville kreuzte die Arme über ſeine Bruſt.
d willſt alſo nicht auf meine Seite treten?“ „Nein.“.
Er ſteckte den Ring in ſeine Taſche. „Wir werden ſchon ſehen,“ ſagte er.


