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Gourville ſchüttelte ſich.
„Fort,“ ſage ich Dir, fort!“ wiederholte er.„Da Du mich kennſt, ſo hüte Dich auch, meinen Zorn zu wecken.“
„Ich fürchte ihn nicht und befinde mich nicht mehr unter dem Einfluß Deines Willens, ſo wenig als in der Gewalt von Frau Buchholz... Noch einmal ſage ich Dir, verlaß dieſes Haus... ſonſt rufe ich um Hülfe, und die Dienerſchaft wird ſich ſogleich einfinden.“
Gourville oder der Löwe, wie man dieſen kühnen Mann lieber nennen will, betrachtete Waldhahnenfuß mit Ver⸗ achtung. Er ſchien über ihr keckes Auftreten weniger
* ärgerlich als verwundert, weil er nicht blos überhaupt
an keinen Widerſtand gewöhnt war, ſondern auch einen ſolchen am allerwenigſten von dieſem Mädchen erwartet hatte, das er immer als ein ſchwaches und willenloſes Weſen betrachtete. Der Widerſtand reizte ihn jetzt, und wenn er ſich auch vorher nicht viel um Gabriele beküm⸗ mert hatte, ſo machte juſt dieſer Umſtand ſie um ſo in⸗ tereſſanter und verlockender für ihn.
„Wahrhaftig, Waldhahnenfuß,“ ſagte er mit ge⸗ dämpftem Grimm,„Du wählſt Dir einen gefährlichen Platz, indem Du Dich zwiſchen den Löwen und ſeinen Raub ſtellſt. Schreie ſo lang Du willſt, das rührt mich wenig... gib mich an, wenn Du Luſt haſt... das bekümmert mich wiederum nichts... Du wirſt mehr Mühe haben, Deine Maske zu behalten als ich. Jeder⸗ mann weiß hier, daß ich Kellners Freund bin“
Ein leichter Schauder überfiel Mathilde bei dieſer Erklärung.
„Kellners Freund?“ wiederholte ſie.„Glaubſt Du, ich wiſſe nicht, daß Du es warſt, der den Einbruch hier veranſtaltete?“
„Ha, ha, ha,“ lachte Gourville. Gleichwohl konnte er ſeinen Zorn nicht zurückhalten, ſondern ergriff das Mädchen, um ſie auf die Seite zu werfen. Seine Hand
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