Teil eines Werkes 
5. bis 7. Bändchen (1852)
Entstehung
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Dieſes Lachen ſchien einen entſetzlichen Eindruck auf die hinter ihm ſtehende Perſon zu machen, die mit leichen⸗ blaſſer Miene und ſtarrer Aufmerkſamkeit ſich vorbengte, um ihn deſto beſſer im Spiegel betrachten zu können.

Gourville beugte ſich wieder zu Gabriele nieder und ſtrich ihr von Neuem die herabgefallenen Locken aus der Stirne.

Ein recht ſchönes Weib, murmelte er.

Ein wollüſtiger, befriedigter Zug zeigte ſich dabee auf den ſchwellenden Lippen und ſein Geſicht begann vor Begierde zu glänzen.

Ihr Arm iſt rund, weich und ſchneeweiß... der Leib iſt ſchlank.. ihr Buſen... ach... ich muß ſie wecken, muß ſie wecken mit einem glühenden Kuß.

Und er neigte ſich hinab, um ſeinen Entſchluß aus⸗ zuführen.

Die in der Thüre ſtehende Perſon war unabläſſig ſelbſt ſeinen geringſten Bewegungen mit ihrer Aufmerk⸗ ſamkeit gefolgt, wobei Furcht, Entſetzen, Bekümmerniß und Unruhe ſich lebhaft in ihren Zügen ſpiegelten.

Als Gourville ſich hinabbeugte, eilte ſie entſchloſſen vor und faßte ihn bei der Schulter.

Zurück! rief ſie.

Gourville ließ Gabrielens Hand los und ſchaute überraſcht zurück, noch mehr aber war er verwundert, als er, was er am wenigſten erwartet hatte, Wald⸗ hahnenfuß vor ſich ſah.

Mathilde ſchien nicht weniger verwundert, Gonrville hier zu ſehen.

Wenn die Unſchuld ſchläft, ſagte ſie...

Halten die Engel Wache, willſt Du wohl ſagen, fiel Gourville ein, ohne daß er das Hohnlächeln zu un⸗ terdrücken ſuchte, das auf ſeinen Lippen ſpielte.Wahr⸗ haftig ein ſchöner Engel... ein Engel von der Frau Buchbolz... ein Engel aus einem Bordell.

Gabriele hatte Mathilden ein Stübchen neben ihrem