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Frank vergaß ſich länger zu verſtellen.
Gabriele athmete nicht mehr, ihre Bruſt hob ſich
nicht, ihr Herz klopfte nicht.
„Sprechen Sie, Gabriele,“ forderte ſie Frank auf, „ſprechen Sie! Was ſoll ich von der Erzählung des Chevaliers glauben?“
„Jedes Wort, Herr Graf,“ verſetzte Gourville,„ich habe nicht mehr geſagt, als was Frau Kellner ſoeben zugegeben hat.“
Frank rührte ſich nicht. Er ſchien beinahe verſtei⸗ nert zu ſein. Gabrielens Schweigen ſagte ihm alles.
„Mein Gott,“ verſetzte er nach einer Weile,„ſollte es möglich ſein?“
Ein ſtolzes Lächeln flog dabei über ſeine zuſammen⸗ gepreßten Lippen.
„Warum denn nicht?“ fuhr er fort.„Ich habe eben ſo wunderbare Veränderungen geſehen. Der ſchlüpfrigſte Grund, auf den man bauen kann, iſt das Herz des Men⸗ ſchen. Leben Sie wohl, Gabriele, leben Sie wohl! Sie haben kein Wort mehr für mich. Ich ſehe auch, daß ich hier überflüſſig bin. Leben Sie wohl!“
Mit würdiger, aber kalter Haltung wandte er ſich von ihr ab, um ſich zu entfernen, aber kaum hatte er einige Schritte gethan, als er wieder ſtehen blieb und
zurückſchaute. Der Blick, den er auf ſie heftete, glänzte
durch eine Thräne.
„Ihr Gedächtniß, Gabriele,“ ſagte er,„wird mir, ſo lang ich lebe, heilig und theuer ſein. Sie werden mich nicht wiederſehen. Ich werde mich von hier wegbegeben, um mir eine Grabſtätte auf dem kleinen Holm auszu⸗ ſehen... Sie können ihn nicht vergeſſen haben.. auf dem kleinen Holm zwiſchen dem Gut Ihres Vaters und dem meinigen... dort, wo wir früher ſo oft zu⸗ ſammenſpielten“
Frank wandte ſich hierauf an Gourville.
„Möge Gott Ihnen das Unheil verzeihen, das Sie


