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Frank runzelte die Angenbrauen. Von Gabrielen ſprechen, hieß ſeine ſchönſten Gefühle profaniren.
„Frau Kellner,“ fuhr Gourville fort,„aber vielleicht wiſſen Sie es ſchon?“
Gabrielen war es wunderlich zu Muth. Was wollte Gourville erzählen?
„Ich weiß nichts,“ antwortete Frank,„aber,“ fügte eer mit einem bitteren und ironiſchen Ausdruck hinzu, „ich vermuthe, daß Sie Frau Kelluers Handlungen und Gedanken beſſer zu erklären wiſſen, als ich.“
„Das kann möglicherweiſe der Fall ſein.“—
Gabriele ſah bald den Einen, bald den Andern an.
„Sie wollten mir etwas Neues erzählen,“ erinnerte Frank.
„Nun oder nicht, ich gedachte Sie zu fragen, ob Sie wiſſen, daß Frau Kellner ſich von ihrem Manne ſcheiden zu laſſen gedenkt?“
Frank wandte ſich verwundert gegen Gabriele, die ſelbſt kaum wußte, wohin ſie ſich wenden ſollte, ſo un⸗ vermuthet war Gourville’'s Erklärung gekommen.
Gourville hätte ſicherlich nicht vor jedem Andern ſo offen und ungenirt erzählt, was er wußte; aber es war ſicher, daß Frank die Sache eben ſo treu wie er ſelbſt bei ſich bewahren würde, und es hatte alſo nichts zu bedeuten, wenn er es ſagte.
„Aber dieß iſt noch nicht Alles, Herr Graf; Frau Kellner hat mir auch anvertraut, daß ſie abzureiſen gedenkt.“
„Nach Hanſe zu ihren Eltern?“
„Weit entfernt... nach Amerika.“
Nichts, was es auch hätte ſein mögen, hätte Frank ſo zermalmen können, wie dieſe Nachrichten.
„Sie belieben zu ſcherzen, Chevalier; Sie täuſch⸗ ten mich. Ich bin Fran Kelluers Ingendfreund, und Sie würden mir dieſen Entſchluß früher anvertraut haben, als Ihnen.“


