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Gourville hatte einen ſolchen Erfolg nicht erwartet und ſtand gänzlich verwundert da.
„Sie haben eine warme und lebhafte Seele, Cheva⸗ lier, ein edles und gutes Herz, einen kühnen und feurigen Charakter,“ ſagte Gabriele, als er in ſeinem Schweigen beharrte;„Sie nehmen tiefen Antheil an jedem Unglück⸗ lichen und reichen dem Leidenden eine hilfreiche Hand.“
Gourville war nie früher gelobt worden, wenigſtens nicht von ſo reinen Lippen wie jetzt. Seine Gewiſſens⸗ biſſe nahmen noch zu.
„Ich will aufrichtiger gegen Sie ſein,“ fiel er ein, „als ich es bisher gegen irgend einen Menſchen geweſen bin. Folgen Sie mir hieher an den Spiegel.“
Gabriele folgte ihm.
„Bitte,“ ſagte er,„haben Sie die Güte, mich genau zu beͤtrachten. Wie alt glauben Sie, daß ich bin?“
„Ungefähr vierzig Jahre.“
„Sie ſchließen das vermuthlich aus dieſer bläulichen Schattirung unter meinen Augen?“
„Ja, ja.“
„Aus dem da und dort etwas grau geſprengelten Haare?“
„Auch das.“
Der Leſer dürfte ſich erinnern, daß wir bei Gour⸗ ville's erſtem Auftreten ihn ſo gezeichnet haben.
„Aber das Alles iſt falſch... entlehnt... nur eine Vermummung,“ fiel Gourville ein.
„Welche Art zu ſcherzen, Chevalier!... ich bin kein Kind.“
„So urtheilen Sie ſelbſt.“
So ſprechend wiſchte er mit ſeinem Nastuch die bläu⸗
liche Farbe unter den Augen weg und nahm eine in ge⸗
wiſſen ſchmalen Verzweigungen um den Kopf laufende Perücke, die ſich in ſeinen ſchwarzen Haaren einflocht, herab.
„Was glauben Sie jetzt?“ fragte er, als er ihre †


