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„Mich trennen?“
„Sie ſind reich... in Ihrem Reichthum liegt Ihr Glück, wenn Sie es nur recht zu genießen verſtehen.“
„Ich verſtehe Sie kaum.“
„Ich will Ihnen eine Sache anvertrauen. Ihr Mann iſt ruinirt und er wird Sie früher oder ſpäter mit ſich in's Verderben ſtürzen.“
„Mein Gott!“
„Franks Liebe iſt nicht mehr Liebe, ſondern nur noch ein Schatten deſſen, was ſie geweſen iſt, ein Schat⸗ ten, der Sie mehr erſchreckt als beglückt. Das Feuer muß brennen, um Feuer zu ſein.“
„Was wollen Sie alſo, daß ich thun ſoll?“
„Wie ich ſchon geſagt habe, Sie ſollen ſich trennen.“
„Aber... aber...“ 3
„Sie brauchen einen Mann an Ihrer Seite, der Sie verſteht und mit friſchem Muth auch Ihrem Herzen Friſche eingießen kann.“
Gourville führte ſie ſo leicht mit ſich, wie ein Strom eine ruderloſe Barke mit ſich führt.
„Sie billigen, was ich ſage,“ fuhr er fort.
„Ja, ja.“
„Sie dürften auch wiſſen wollen, wer der Mann iſt, den ich meine.“
„Wer iſt es?“
„Ich.“
Gourville legte dabei die Hand auf ſeine Bruſt und heftete einen brennenden Blick auf ſeinen Raub. Seine Erklärung machte auf ſie eine ſchreckliche Wirkung; ſie zitterte, wie wenn ſie von einem elektriſchen Schlage ge⸗ troffen wäre.
Aber als Gourville den erſchütternden Effect ſeiner Aeußerung ſah, that er ſich Einhalt und er empfand ein Gefühl der Reue, ein Mitleid, das er früher nicht gekannt hatte.


