Teil eines Werkes 
5. bis 7. Bändchen (1852)
Entstehung
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gegen einzuwenden haben, wenn ich Dich gerne ſebe. Ein Mädchen betrübt ſich über ſo etwas nicht ſo leicht, eher müßte es Dich verdrießen, wenn ich es nicht thäte. In der Schule der Madame Buchholz lernt man übri⸗ geus keine Ziererei. In Wahrheit, ich bezahlte ſie ſehr gut für Dich... das ſollte Dir ſchmeicheln. Sage mir aufrichtig etwas...“

Mathilde litt von jedem Wort, das ſie hörte. Schmerzliche Qualen zogen ihre Brauen zuſammen und rollten eine Thräne vom Herzen ins Auge.

„Als ich Dich hier ſah,“ fuhr Kellner fort,„ſo ahnte ich, daß Madame Buchholz, welche weiß, daß ich Dir gut bin, unſern würdigen Paſtor über den Löffel barbirt hat, damit er Dir Eintritt in mein Haus verſchaffen ſollte. Wenn es ſich ſo verhält, ſo iſt es recht ſinnreich und ingeniös von ihr. Aufrichtig, meine Freundin, ver⸗ hält es ſich nicht ſo?“

Mathilde war außer Stand ein Wort hervorzubrin⸗ gen. Zerriſſen von Seelenqualen wandte ſie ſich von Kellner ab.

„Mein Gott, mein Gott!“ ſeufzte ſie.

Kellner war wirklich verführeriſch. Wie Abyſſiniens ſtolzes und empfindſames, akazienliebendes Hochwild ſchien er jetzt mit ſtrahlenden und rollenden Augen ſich nach mehr als einer Seite umzuſehen, nicht aus Furcht vor einem lauernden Feind, ſondern um auf einmal den gan⸗ zen Liebreiz des einnehmenden, für ſeine Augen ſo aͤthe⸗ riſch feinen Mädchens zu genießen.

„Du kleine Närrin, jetzt wirſt Du mir nicht mehr entſpringen, wie Du bei Madame Buchholz thateſt, das kannſt Du als gewiß annehmen. Das Geheimniß unſeres Verhältniſſes kann in keinen beſſeren Händen ruhen, als in denen meiner Frau, und es freut mich, wenn Du Dich gut mit ihr ſtellſt, denn je vollſtändiger Dir es ge⸗ lingt, um ſo weniger wird ſie an etwas Boͤſes denken. Im Uebrigen kannſt Du wegen Deiner Zukunft ruhig