Teil eines Werkes 
5. bis 7. Bändchen (1852)
Entstehung
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len, woher Du kamſt oder wer Du biſt... Nun wohl... Du folgſt mir doch?“

„Nein.“

„Du mußt.“

„Nie.⸗

„Haſt Du alſo noch andere Gründe?“

Mathilde antwortete nicht, aber ihr Kopf ſank in ihre Hände hinab, wie eine verwelkte Blume ihren Kopf auf das Blatt ſinken läßt.

Gabriele betrachtete ſie noch eine Weile; dann aber

ging ſie von ihr weg und öffnete die Thüre, worauf der

Pfarrer eintrat. Als Mathilde auf das Zureden dieſes würdigen Die⸗

ners der Kirche ihr Haupt erhob, glänzte eine helle Thräne

in ihren Wimpern.

So wenig Gabriele die Urſache der Veränderung

verſtand, die ſo ſchnell mit Mathildens Gedanken vorge⸗

gangen war, ebenſowenig verſtand ſie auch der Pfarrer.

Der Pfarrer, der nicht blos in Gabrielens, ſondern auch in Mathildens warme und liebevolle, aber von Lei⸗ den zeriſſene Bruſt geblickt hatte, fand, daß ſie einander gegenſeitig den Labetrunk reichen könnten, der erforderlich war, um ihre zerfleiſchten Herzen zu heilen. In dieſer Ueberzeugung billigte er Gabrielens Abſicht, Mathilde mit uach Hauſe zu nehmen, und unterſtützte ihren Plan mit einer ſo ſieghaften Logik und einem ſo unwiderſteh⸗ lichen Ernſt, daß Mathilde das von Zärtlichkeit und Wohlwollen ausgegangene Auerbieten nicht länger ab⸗ weiſen konnte, wenn ſie nicht gar zu ſprechende Beweiſe von Undankbarkeit und Starrköpfigkeit geben wollte.

Schweigend gab ſie daher jetzt nach.

Aber obſchon die Sache jetzt ſoweit abgemacht war, ſo waren gleichwohl noch nicht alle Hinderniſſe über⸗ wunden..

Sowohl Gabriele als der Pfarrer ſahen ein, daß Kellners Einwilligung nicht ſo leicht zu gewinnen ſein