Teil eines Werkes 
5. bis 7. Bändchen (1852)
Entstehung
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„Welche?

„Daß ich...“

„Daß Du.. ℳ

„Daß ich in einem Bordell war.“

Es war herzzerreißend, den Kummer zu ſehen, wo⸗ mit die Aermſte dieſe Worte ausſprach.

Gabriele ſtutzte.

„Der Argwohn, der ſich an mich anhängt,“ fuhr Mathilde fort,„würde vielleicht auch Sie beflecken.“

Indem ſie ſich ſelbſt anklagte, litt ſie Qualen, die ſich lebhaft in ihrem Geſicht wiederſpielten.

Gabriele ſchwieg.

„Welche Freude würde ich wohl beſitzen, wenn ich wüßte, daß ich Ihr Glück ſtörte und ſelbſt...“

„Und ſelbſt...“

„Es nicht wagen dürfte, jemand offen ins Geſicht zu ſehen.“

Gabriele hielt ſich an dieſe Worte.

„Der Pfarrer hat mir das Ereigniß erzählt, das ſich zutrug, als er zum erſten Mal mit Dir zuſammen⸗ traf, und wir ſchloſſen daraus, daß Du rein und un⸗ ſchuldig ſeieſt. Wir haben uns alſo getäuſcht.“

Mathilde ſprang mit einer heftigen Bewegung aus ihrer bittenden Stellung auf.

„Nein, Madame, Sie haben ſich nicht getäuſcht.“

„Nicht?“

„Ich bin unſchuldig“

„Wohlan, Du biſt unſchuldig... dann kannſt Du auch jedermann offen ins Geſicht ſehen. Du biſt an einem Ort der Schande geweſen?“

„Ja.“.

„Um ſo mehr Ehre für Dich, daß Du unſchuldig geblieben biſt.“

„Aber die Leute werden mir nicht glauben.“

„Sie werden Dir glauben, wenn ſie Dich kennen lernen. Im Uebrigen gedenke ich ihnen nicht mitzuthei⸗