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„Schon gut,“ ſagte Gabriele,„laß uns nicht wei⸗ ter davon reden. Kleine Launen kommen und vergehen... Du folgſt mir, ich bin es überzengt.“
Je beſtimmter Gabriele wurde, um ſo beſtimmter wurde auch Mathilde.
„Mein Entſchluß iſt gefaßt... ich...“
„Du willſt mich alſo betrüben, Mathilde; ich glaube das nicht gern.“
„Oh, nein, glauben Sie es nicht; aber glauben Sie auch nicht, daß ich Ihnen folgen kann.“
Gabrielens Mißvergnügen zeigte ſich deutlich in ihrer Miene. Sie liebte das ſchutzloſe Mädchen bereits und ſie hielt an dem Gedanken feſt, eine Perſon zu be⸗ ſitzen, an welche ſie ungeſtört ihre ganze Liebe verſchwen⸗ den könnte. „Wenn nicht ſoviel dagegen ſpräche,“ verſetzte ſie jetzt,„ſo könnte ich glauben, daß Du Capricen hätteſt.“
Mathilde wurde tief gerührt von den Vorwürfen, die man ihr machte.
„Beurtheilen Sie mich nicht ſo hart,“ bat ſie; wenn Sie in mein Herz ſehen könnten, würden Sie fin⸗ den, wie dankbar ich für Ihr gütiges Anerbieten bin, und wie ſehr es mich ſchmerzt, es ablehnen zu müſſen, aber... ich kann nicht vergeſſen, wer ich bin.“
„Du biſt ein gutes kleines Mädchen und folgſt mir.“
„Bitten Sie mich nicht, o bitten Sie mich nicht.“
„Du mußt...“
Mathilde ſank vor Gabriele nieder und umfaßte ihre Kniee. 3
„Ich kann nicht, ich darf nicht.“
„Im Namen Deiner Mutter befehle ich Dir.“
„Wenn meine Mutter lebte, ſo würde ſie es nicht thun.“
„Deine Mutter ſpricht durch mich.“
„Sie vergeſſen meine Sache, die meine Mutter nicht vergeſſen würde.“)
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