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Dich höre, um ſo mehr liebe ich Dich. Mein Name iſt Gabriele Kellner.
Beim Ton dieſes Namens zog ſich Mathilde ſcheu und furchtſam zurück. Die Freude erloſch in ihrem Ge⸗ ſicht, ein Schatten breitete ſich über ihre Stirne mit ei⸗ nem Ausdruck der Ueberraſchung, der Sorge und Be⸗ kümmerniß, der lebhaft bewies, daß etwas Schmerzliches in ihrem Innern vorging.
r Gabriele konnte dieſe Veränderung nicht begreifen. 3„Du liebſt meinen Namen nicht?“ 8 —1„O bewahre!“ Mathilde antwortete indeß zerſtreut; ſie ſchien ſich einer ganz andern Empfindung zu überlaſſen. „Ich verſtehe Dich nicht,“ bemerkte Gabriele,„an was denkſt Du? Du mußt aufrichtig gegen mich ſein.“ „Ich denke,“ ſtammelte ſie,„ich denke daran... Wach mein Gott, wie nuglücklich ich bin...“ „Du denkſt...“ „Daß es dennoch am beſten wäre, wenn ich nicht mmit Ihnen ginge. Sie könnten nur Verdruß mit mir ha⸗ ben. Ich bin ein armes Mädchen, ich fange an meine Armuth zu lieben.“ Gabriele war ganz überraſcht von dem, was ſie hörte. „Du biſt launiſch, Mathilde,“ bemerkte ſie,„ich hätte das nicht von Dir erwartet.“ „Ich bin nicht launiſch, gnädige Frau, aber ich habe mich beſſer beſonnen; ich kann Ihnen nicht folgen... ich... f„Wirklich?“ „Unmöglich... ich...“ 1„Warum?“ „Weil... weil... ich nicht darf.
Gabriele ſtand auf. Sie war verdrießlich über dieſen unerwarteten Beweis von launiſcher Unentſchloſſenheit, wofür ſie es hielt.


