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Seele erfüllt und alle ſeine Gedanken in Anſpruch nimmt, ſo wird er im andern von dem fröhlichen Gefühl fort⸗ geriſſen, das die Gelegenheit hervorruft.
Es war für Paul eine wahre Freude, Fanny zu ſehen, und er grüßte ſie herzlich mittelſt einer Handbe⸗ wegung.
In dieſem Augenblick hatte er ſeinen Vater und all die Leute, von denen er ſo eben geſprochen, ſogar die Beſuche, die er zu machen gedachte, vergeſſen.
Die Gefühle haben ihre Ebbe und Fluth ſo gut wie der Nil. Sie begräbt mit ihrer Woge manche Ge⸗ danken, um anderen Leben zu geben. Das Land wird vom Nil nicht verändert, ebenſowenig als das Herz von den Gefühlen, aber es wachſen da doch immer neue Saaten.
Die Iugend iſt glücklich, hanptſächlich deßhalb, weil ihr Gemüth immer neue goldene Ernten der Erfahrung gewinnt.
Fanny hatte ſich zurückgezogen, um ſeinem Blicke zu entgehen, aber ihr hübſches Geſichtchen ſchien ſortwährend hinter den Blumen, Bändern und Häubchen hervorzu⸗ gucken, die zum Verkaufen im Fenſter ausgeſtellt waren.
„Kann er etwa der Beſitzer dieſes Hauſes ſein?“ dachte ſie,„das wäre ja recht angenehm.“
„Recht angenehm?“ fügte ſie gleichwohl nach kurzem Bedenken hinzu und ſah dabei ſehr nachdenklich aus,„viel⸗ leicht wäre es dennoch nicht ſo angenehm.“
Paul blieb am Fenſter ſtehen... der Tag war ſo friſch und klar... die Sonne ſchien ſo prächtig und ihre Strahlen fielen auf ihn. Inzwiſchen rollte die eine und die andere Equipage auf der Straße vorbei, während die Fußgänger ſich hin und her bewegten. Von Neuem blickte er nach dem Fenſter, an welchem Fanny ſaß, und
er ſah ſie juſt jetzt unter einem grünen Myrthenkranz hervorgucken.
„Ein allerliebſtes Geſchöpfchen,“ murmelte er vor
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