Teil eines Werkes 
5. bis 7. Bändchen (1852)
Entstehung
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ſeine Augen auf das Hotel gerichtet, und man freute ſich nicht wenig, endlich ein lebendiges Weſen zu ſehen, das ein Fenſter öffnete und auf die Straße hinabblickte. Mein Gott, rief Liſette,da iſt er, da iſt er! Ums Himmelswillen, ganz weißköpfig... ein ab⸗ gelebter Greis. Und welch ein Rock... ein wahrer Bettler... nein, das iſt wahrhaft lächerlich.

Es muß etwas Wunderbares darunter ſtecken, ſagte

nunüh Fanny, die ſich von ihrem Erſtaunen nicht erholen onnte.

Allerdings ganz wunderbar... und er ſoll allein in dem unmöblirten Hauſe wohnen... in allen Stock⸗ werken zugleich... das iſt wahrhaft lächerlich.

Aber das Sonderbare ſollte noch ſonderbarer wer⸗ den. So ſtill und öde das Höôtel am erſten Tage blieb,

ſo viel Leben und Bewegung verkündigte es am zweiten.

Handwerker von allen Arten fanden ſich nämlich ein, um durch ihre Arbeit dem Hauſe ein neues, verſchönertes

Anſehen zu geben und es von Neuem auf's Comfortabelſte

und Prächtigſte zu möbliren. Man bemerkte jedoch als ein großes Curioſum, daß

das Erſte, wofür man ſorgte, die Anbringung von Roll⸗

gardinen an den Fenſtern war.

Das Haus hatte bisher, ohne eigentlich verfallen zu ſein, dennoch alt und verwahrlost ausgeſehen. Seine Farbe war nicht blos ſchmutzig grau, ſondern auch die Uebertünchung war an mehren Orten abgefallen. Dies alles wurde wieder in Ordnung gebracht, dabei neues Geſimſe und Zierrathen an den Fenſterbögen und Ein⸗ gängen hergerichtet, und zwar mit einer Sorgfalt und einem Geſchmack, welche bewieſen, daß man kein Mittel

ſparte. Von allen Seiten her wurden die modernſten und koſtbarſten Möbel hingetragen, Spiegel und Divane,

Tiſche, Cauſeuſen und kryſtallene Kronleuchter, Gardinen