Teil eines Werkes 
5. bis 7. Bändchen (1852)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

13

zu verlaſſen, als er Tritte in der Hausflur hörte, die Thüre ſich öffnete und der alte Brauner eintrat.

Gottes Frieden, grüßte er, indem er ſeinen ab⸗ genützten Hut abnahm.Ich ſehe, daß Sie mich er⸗ wartet haben, mein Herr, aber ich wollte nicht eher kommen, als bis ich glaubte, daß das Haus leer und die Straßen finſter wären.

Ich heiße Sie in Ihrem Eigenthum willkommen, und bin bereit, Ihnen die Schlüſſel zu übergeben... das Einzige, was mir noch zu thun übrig bleibt.

Ich danke, ich danke.

Der Wirth konnte ſeine Verwunderung nicht unter⸗ drücken, nicht blos über den Handel im Allgemeinen, ſondern beſonders auch darüber, daß man allen Mieth⸗ bewohnern aufgekündigt, und keine neuen angenommen hatte; aber Brauner antwortete ihm ausweichend, und verſicherte blos, daß das Haus ſeiner Zeit ſchon bewohnt werden ſolle..

Ohne das Geheimniß durchſchauen zu können, wo⸗ mit Brauner ſich umgab, überließ ihm der alte Beſitzer endlich das Hötel, und Brauner begleitete ihn bis an die Thüre hinab, die er ſorgfältig hinter ſich verſchloß.

Sobald Brauner ſich in dem großen Gebäude allein ſah, begab er ſich in das Portierſtübchen hinab, wo er eine kleine Handlaterne nebſt Zündhölzchen aus der Taſche zog und Licht machte

Darauf ſtellte er die Laterne von ſich weg auf den Boden und ſank auf ſeine Kniee nieder, die Hände zum Gebet faltend.

Die Neugierde, die am Abend um den Genuß ge⸗ kommen war, den neuen Beſitzer zu ſehen, hoffte am fol⸗ genden Tag glücklicher zu werden..

Von mehr als einer Seite hatte man auch jetzt