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von den ſchönſten Farben und Zeugen, Betten, Tiſche und Stühle von Mahagoni und Facarandaholz, mit reichen Einlegungen, koſtbaren Schnitzeleien und glänzenden Ver⸗ goldungen. Die ausgezeichnetſten Handwerker begaben ſich dahin, um ſelbſt alles auf's Luxuriöſeſte zu ordnen. So⸗ gar Künſtler, wie z. B. Maler und Bildhauer, fanden ſich ein, um mit ihrem Schönheitsſinn das Ganze zu vollenden, und die Wände, ſowie die verſchiedenen Theile der Zimmer mit den Erzeugniſſen ihrer edlen Wirkſam⸗ keit zu ſchmücken.
Die klatſchenden Zungen wußten nicht mehr, was ſie von all dieſen Dingen denken ſollten.
Liſette und Clara waren ganz in Verzweiflung dar⸗ über, daß ſie das Geheimniß nicht zu eutſchleiern ver⸗ mochten, das nothwendig bei all dem vorwalten mußte.
„Weißt Du, was ich thue?“ ſagte endlich Liſette zu Clara,„ich gehe gerade hin und bitte um Erlanbniß, mit dem Wirth zu ſprechen.“
1„Thuſt Du das?.... nun.... dann gehe ich mit.“
„Die Ungewißheit wird mir gar zu unerträglich. Das Ding da muß ein Ende nehmen.“
Geſagt, gethan.
„Ah, mein beſter Herr,“ ſchwatzte Liſette, als ſie Brauner auf einer der Treppen begegnete,„wir haben eine ſolche Menge ſchöner Sachen hieher führen ſehen, daß wir...“
Das ernſte Ausſehen des Alten machte ſie beinahe verlegen.
„Still, liebe Liſette, laß mich reden,“ fiel Clara ein. „Die Sache iſt die, mein Herr, daß wir mit dem Eigen⸗ thümer des Hauſes ſprechen möchten.“
„So ſprechen Sie,“ ſagte Brauner ganz kurz und
gut,„ich bin der Wirth.“
„Wirklich... Sie ſind der Wirth?“ „Und wer wird dieſe Zimmer hier miethen?“


