Teil eines Werkes 
5. bis 7. Bändchen (1852)
Entstehung
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ein freundlicheres Geſicht machen, als ich bisher gethan abe.

Darüber will ich nichts ſagen... aber was meinſt Du wohl, er ſoll das ganze Haus allein bewohnen.

Gott ſteh' mir bei, das iſt ja geradezu die ver⸗ kehrte Welt. Er will das ganze Haus ſelbſt bewohnen?

Ich weiß es um ſo ſicherer, als der Bediente des Staatsraths, der im erſten Stock wohnt, mir geſtern erzählte, man habe allen bisherigen Miethleuten bis zur nächſten Friſt aufgekündigt, und es würden keine neuen einziehen. 8

Das iſt gar zu toll; man möchte vor Aerger aus der Hant fahren, daß man gar nicht herausbringen kann, wer dieſer Bettler iſt.

Dem verkauften Hötel gegenüber befand ſich ein Putzmagazin, worin ein äußerſt reizendes Mädchen ſaß, das bei der Eigenthümerin der Bude im Dienſt war.

Das Mädchen war jung und ſchön, wie ein Sonnen⸗ aufgang. Ihre Wangen waren ſo friſch wie die Roſen an einer Morgenwolke, und ihre Angen glänzten wie zwei Thauperlen, die von einem klaren Strahl durch⸗ ſchimmert ſind. Obſchon ſie heiter und mild ausſah, machte ſie doch nicht gerne Bekanntſchaften, ſondern ſchien am liebſten für ſich ſelbſt leben zu wollen. Sie unterſchied ſich von ihren Kamerädinnen auch dadurch, daß ſie ſich unter keiner Bedingung dazu verſtand, einen Hut zu kaufen, dieſer moderne Schmuck, welchem der Mamſellentitel folgt, wie die Deviſe der Caramelle folgt, ſondern ſie blieb ihrem frühern Kopfputz, einem zierlichen Schälchen, getreu.

Sie hatte auch ihre Gründe dazu, welche beweiſen, daß ſie die Sache überlegt hatte.

Der Hut, ſagte ſie, iſt unbequem und hat eine lächerliche Form, welche den Kopf entſtellt. Warum ſoll man ſich entſtellen? 4

Die Herren nennen ja uns Mädchen Engel; aber