Teil eines Werkes 
5. bis 7. Bändchen (1852)
Entstehung
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Die Stadtdiener zuckten die Achſeln, ohne Auſſchlüſſe ertheilen zu können. Sie wußten nichts. Die Miethleute beſuchten den alten Wirth und auch den Notar, jedoch ohne großen Erfolg. Der Wirth hatte ſeit dem Verkauf ſeines Hauſes den Käufer nicht mehr geſehen, und der Notar hatte zwar ſeitdem einen Beſuch von ihm erhalten, wobei er ihn aufforderte, den Miethbewohnern aufzukün⸗ digen, im Uebrigen aber wußte er nichts von ihm, weder was er war, noch wo er wohnte.

Beide lobten indeß die Pünktlichkeit, womit ſie be⸗ zahlt worden waren, und erklärten, ſie hätten gar keine Urſache, ſich über ihn zu beklagen.

In all den Umſtänden, die ſich mit dem Kauf ver⸗ knüpften, lag etwas Ungewöhnliches und Wunderbares, was die Aufmerkſamkeit erweckte, weßhalb die Sache auch auf tauſend verſchiedene Arten ausgelegt wurde und die allgemeine Neugierde ſich der baldigen Zugfriſt zuwandte, wo man das Räthſel gelöst zu ſehen hoffte.

Einige Budenmamſellen in der Nachbarſchaft mach⸗ ten ſich's vor allen Dingen zum Geſchäft den Handel zu beſprechen.

Es iſt eine Schande, eine wahre Schande, rief die ſtulpnäſige Liſette,daß ein Bettler ein ſo prächtiges Haus ſoll kaufen können.

Ein Bettler? antwortete ihr die etwas dicke roth⸗ backige kleine Klara,ein ſchöner Bettler, der auf einem Brett ſo viel Geld hinlegt. Haſt Du denn nicht gehört, daß er den ganzen Kaufſchilling in blanken Dukaten be⸗ zahlt haben ſoll?

Mein Gott, was Du ſagſt! mir hat man geſagt, er habe die ganze Summe in kleinen Kupfermünzen be⸗ zahlt, die er zuſammengebettelt. Weißt Du, was ich zu glauben aufange?

Laß hören..

Daß die Bettler weit reicher ſind als diejenigen, die geben. Von dieſer Stunde an will ich den Bettlern