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als theuer bezahlt haben, blos weil es ihm einmal geſiel. Wahrhaftig in unſern Tagen iſt es ſchon der Mühe werth, ein Bettler zu ſein.“ 3
„Er ſoll Rauner heißen.“
„Nein; ich glanbe Raumann oder ſo etwas.“
„Ich habe erzählen hören,“ fiel ein Anderer ein, „daß der Mann ein alter Wucherer ſein ſoll und ſich beim Erwerb ſeines Vermögens alle möglichen Mittel erlaubt habe.“
„Man hat mir auch etwas Aehnliches, wo nicht etwas noch Schlimmeres geſagt.“ 3
„Was hat man Dir geſagt?“
„Er habe.“
„Was habe er?... Du ſiehſt ſo geheimnißvoll aus... laß hören... er habe...“
„Eine entſetzliche That begangen.“
Und der Mann machte dabei eine Geberde, die man nach Belieben deuten konnte.
„Vielleicht einen Mord?...“
„Oder einen Kirchendiebſtahl?“
„Das iſt ja abſcheulich. Wir leben wirklich in einer ſchrecklichen Zeit. Nichts iſt mehr heilig... Verbrechen und Laſter mehren ſich... die Unverſchämtheit nimmt überhand... wohin ſoll das alles führen?“
Aber die Verwunderung ſollte noch größer werden, als eines Tags zwei Stadtdiener im Hötel erſchienen und ſämmtlichen Miethbewohnern bis auf die nächſte Zug⸗ friſt aufkündigten.
„Aber wo iſt denn der Mann, der das Haus ge⸗
kauft hat?“ fragte man die Stadtdiener.
„Wir wiſſen es nicht... der Notar, der die Auf⸗ kündigung vidimirt hat, hat ſie uns übergeben.“
„Und wo wohnt denn der Käufer, wo befindet er ſich?“
„Das wiſſen wir nicht...“
„Aber können wir nicht mit ihm reden?“


