3
* als er den abgenützten Rock, ſo wie die Ar ganzen Erſcheinung ſah, kam er auf den Ge er entweder einen alten Schalk oder einen entſ Tollhäusler vor ſich habe.
„Nein, mein Freund, ich verkaufe mein an Sie,“ antwortete der Herr und drehte ſich Abſatz um, in der Abſicht, wegzugehen. 8
„Wie ich es vorausſagte, mein Herr,“ begann der Alte wieder,„ſo war meine Frage alſo doch von der Art, daß ich gerechtes Bedenken trug, mit derſelben her auszurücken. Nichtsdeſtoweniger und da das Geſpräch jetz einmal in den Gang gekommen iſt, bin ich überzeugt, daß Sie Ihr Beſitzthum an mich verkaufen.“ 3
„Wie kann ich ein Eigenthum von ohngefähr 200,000 Reichsthalern Werth an Sie verkaufen?“
„Allerdings können Sie das.“
„Und aus welchem Grunde glauben Sie es?“
„Erſtens darum, weil ich nicht markte, und zweitens, weil ich die ganze Summe baar bezahle.“
„Sie?“
„Natürlich, da ich es Ihnen einmal ſage.“
„Sehr kurios... ich weiß nicht, ob Sie mit mir ſcherzen wollen oder ob nicht vielmehr die Vorſehung mit Ihrem eigenen Verſtand einen Spuck getrieben hat.“
„Glauben Sie, was Sie wollen, mein Herr; was ich ſage, iſt indeß mein vollkommener Ernſt. Aber ich be⸗ greife Sie.... Sie beurtheilen mich nach meinem Rock... und ich wundere mich nicht darüber... viel⸗ leicht erlauben Sie mir deßhalb mich auszuweiſen, dann werden Sie finden, daß ich nicht ſpaſſe, was übrigens auch bei meinen Jahren nicht paſſend wäre.“
Der Wirth wußte nicht recht, was er glauben ſollte, aber ſeine Neugierde war geweckt.
„Wer ſind Sie?“ fragte er.
„Mein Name iſt Brauner.“
„Und was ſind Sie?“


