Teil eines Werkes 
1. bis 4. Bändchen (1852)
Entstehung
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ſtumm geweſen wäre. Im Uebrigen beſchrieb ſie mir, daß er ausgeſehen habe wie ein ächter Ränber. Den Mantelkragen hatte er hoch über das Geſicht hinauf ge⸗ zogen und den breitrandigen Hut tief hinabgedrückt. Nur die Arme bewegten ſich unaufhörlich, ein Peitſchen⸗ ſchlag nach dem andern hagelte auf die armen Pferde, die pfeilgeſchwind dahin eilten. Die Frau begann auch recht ängſtlich zu werden, weil ſie einen Augenblick glaubte, der Teufel ſelbſt ſei es, der ſie entführe.

Eine ſchellende Lachſalve, verbunden mit Geſtampfe und Ausrufungen, erſcholl jetzt wieder von den Zimmern über ihnen, und zwar dießmal ſtärker als vorher.

Der Pfarrer erhob ſich ungeduldig. Man konnte auch beinah befürchten, die Decke möchte über ihren Köpfen einbrechen.

Mutter Jonſſon verſtummte und blickte erſchrocken auf.

Diejenigen, die mit Huren umgehen, gehen irr, ſteht in der heiligen Schrift, ſeufzte ſie.Wein und

eiber machen den weiſen Mann zum Narren, fügte ſie dann hinzu.

Frank dachte an nichts anderes als an die Erzäh⸗ lung, die er hörte, und es ſchien ihm allzu wahrſcheinlich, daß ſie Gabriele betreffe, zumal da man, um auf der Landſtraße nach Maxholm und Umgegend zu kommen, nothwendig das Roßlager⸗Zollhaus paſſiren mußte. Aber wer konnte wohl der Mann ſein, der Frau Weſſelius gebolt und ihr den Eid abgenommen hatte? War das Ereigniß geſchehen, ehe er ins Ausland reiſte, oder auch kurz nachher? War es wohl wahrſcheinlich, daß Ga⸗

auf und ab, gleich als litt ſein Gewiſſen von den Or⸗ gien, die er von oben her hörte.

Das Getöſe nahm inzwiſchen bald ab, und als er dadurch beruhigt ſich von Neuem niederſetzte, begann auch Mutter Jonſſon ihre Erzählung wieder.